Projekt:Sülldorf;Hamburg;2000;Die Reihenhauszeile befindet sich in rückwärtiger Lage innerhalb eines verdichteten Wohngebietes unweit des Hamburger Stadtteils Blankenese. Hier entstanden sieben über je drei Geschosse verlaufende Maisonette-Wohnungen, die durch Schottenwände voneinander getrennt sind.
Die Grundrissstruktur der Wohnungen spiegelt die jeweiligen Nutzungsschwer-punkte geschossweise wider: Das Erdgeschoss besitzt einen offenen Wohn- und Essbereich, dem straßenseitg eine Terrasse, rückseitig ein Garten zugeordnet ist. Eine vorgestellte farbige Box markiert den Eingangsbereich und dient als Sichtschutz. Das Obergeschoss wird durch zwei voneinander getrennte Schlafräume bestimmt, während das Dachgeschoss wieder eine offene Raumstruktur besitzt und dem Wohnen dient. Bäder bzw. Sanitärbereiche sind in allen Geschossen integriert.
Der Außenraumbezug des Erdgeschosses setzt sich im Obergeschoss in Form eines Wintergartens und im Dachgeschoss mit zwei Dachterrassen fort. Während die beiden ersten Geschosse durch raumhohe Fenster und eine Ziegelmauerwerksfassade zusammengefasst sind, entwickelt das holzverkleidete Dachgeschoss als gekrümmtes Pultdach mit Kupferdeckung eine eigene Form.
Projekt:Arsenalstraße 21;Schwerin;2003;Beim Wohnhaus in Schwerin handelt es sich um die Sanierung eines Gebäudes aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Um eine offene und damit freiere Grundrissstruktur zu ermöglichen, wurde die Haupttragwand (Fachwerk) des Erdgeschosses durch eine Stahlbetonscheibe aus glattem Sichtbeton ersetzt. Die Außenwände erhielten innenseitig Kalkzementputz, der Bodenbelag besteht aus Gussasphalt und ermöglicht somit einen fugenlosen Übergang von der Straße ins Innere.Das zweite Obergeschoss wurde zusammen mit dem Dachboden zu einer sich über alle Ebenen frei ausdehnenden Wohnung konzipiert. Dabei wurde die kleinteilige Zimmerfolge zugunsten einer in der Höhe und zur Seite hin offenen Raumstruktur aufgelöst.Wände wurden neu geputzt oder mit Gipskarton beplankt und gespachtelt. Vorhandene Dielenböden wurden aufgearbeitet oder durch Stabparkett ersetzt. das Bad erhielt einen gelb eingefärbten Kunstharzboden auf Heizestrich, die Wände wurden mit Ölfarbe gestrichen. Dadurch, dass das die tragenden Bauteile in den Obergeschossen nicht berührt (aber die Ausfachungen zum Teil herausgenommen) wurden, blieb einerseits die vorhandene Raumstruktur erhalten, andererseits entstand durch die geschaffene Offenheit und Komplexität der räumlichen Schichtung ein interessantes und vielschichtiges Raumgefüge.
Projekt:Arsenalstraße 19;Schwerin;1998;Das Bauvorhaben besteht in der Erweiterung bestehender Büroräume, die die Gelegenheit zu einem experimentellen Umgang mit unterschiedlichen Baustoffen und Fertigungen bot. Zwischen beiden Gebäuden wurde ein Entrée geschaffen, dessen Charakter durch unterschiedliche Gläser und Glaskonstruktionen bestimmt wird: ein rahmenloses, punktförmig befestigtes Glasgeländer mit laminiertem Fotofilm und begehbare Glasflächen korrespondieren mit gefärbten, halbtransparenten Gläsern und bedruckten Glasflächen.
Der Charakter der vorgefundenen Räume wurde teils erhalten, teils neu übersetzt. Die Betondecke von 1908 verblieb. Die Hoffenster wurden als thermisch getrennte Stahlfenster ausgeführt, während die straßenseitigen Fenster gemeinsam mit einem führenden Hersteller neu entwickelt wurden. Im Untergeschoss, das vorwiegend Konferenzzwecken dient, wurden Akustikdecken integriert und eine hinterleuchtete Glaswand zur Präsentation installiert. Der im Erdgeschoss schwarz durchgefärbte, magnesiumgebundene Industrieestrich wurde hier in roter Farbe ausgeführt.
Die verschiedenen Raumcharaktere wurden durch den Einsatz von Licht in verschiedensten Formen (direkt, farbig, indirekt, als Lichtraum) hervorgehoben. Das gemeinsam mit dem Künstler Prof. V. Rothmaler erarbeitete Farbkonzept setzt Farbflächen gegen punktuelle, durch Farbe inszenierte Akzente, wie etwa das flächenbündig mit der Außenwand gearbeitete, bildhafte Fenster zum Garten, das farbig gerahmt ist.
Projekt:Alte Scheune;Barnin;1998;Die vorgefundene städtebauliche Situation besteht aus einer Reihung eingeschossiger, straßenseitig traufständiger massiver Wohngebäude aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts. Parallel dazu wurden in den 1940er Jahren gartenseitig große Holzscheunen ergänzt. Die dahinter anschließenden Wiesen und Obstgärten haben bis heute Bestand und verleihen dem Siedlungsraum sein charakteristisches Bild.
Im Rahmen des Umbaus und der Sanierung wurde das überkommene Erscheinungsbild der Scheune in seiner Form belassen und in den charakteristischen Teilen hervorgehoben und unterstützt. Die Kubatur des Gebäudes blieb unverändert bestehen, lediglich die Stülpschalung wurde in traditioneller Handwerkstechnik erneuert.
Große Fensteröffnungen dienen der Belichtung im Erdgeschoss und verbinden das Innere des Gebäudes mit dem Außenraum. Dieser wird mittels des von der Terrasse in das Haus verlaufenden Gussasphaltbelages bis den Wohnbereich verlängert. Mittels verschiebbarer Holz-Lammellen-Flügel können die Öffnungen vollflächig verschlossen oder ganz geöffnet werden, so dass sich der Charakter eines geschlossenen „Lagerraumes“ mit dem einer geöffneten Scheune abwechselt.
Projekt:Schwälkenberg;Schwerin;1997;Der Bauherr wünschte einen Wohnungsbau mit gehobenem Ausbaustandart. Es entstanden sieben Eigentums-Maisonettewohnungen im Erd- und Gartengeschoss und acht 2- und 3-Raumeigentumswohnungen im Ober- und Dachgeschoss. Die Maisonettewohnungen nutzen die Hangsituation aus. Sie sind von der Straße und vom Garten ebenerdig zu erschließen.
Die Grundrisse sind sehr offen, Türen gibt es nur zu Bad und WC. Die Wohnräume der Zwei-Spänner-Wohnungen in den darüberliegenden Geschossen sind ebenfalls zur Diele hin geöffnet, breite Balkone zum Süden reichen über die gesamte Wohnungslänge.
Die Materialien der Fassade sind ziegelrot eingefärbter Kratzputz (in Anlehnung an die geklinkerten Nachbarbauten) sowie raumhohe Okumé-Sperrholzpaneele (in Anlehnung an die Bebauung der Kleingärten). Die Fenster der Obergeschosse sind aus Merantiholz. Schiebeläden sowie alle Türen und Fenster der unteren (Maisonette)-Wohnungen sind aus Hemlock, die straßenseitigen Leichtbauwände aus fasergebundenen, lasierten Holzspanplatten.
Der Sichtbeton ist scharfkantig und absolut glatt ausgeführt. Weiße Gipsputzwände und -decken bilden die Oberflächen im Innern, die Böden aller Wohnräume sind mit Eichenparkett belegt, die der Küchen und Flure mit hellen Werksteinbodenplatten. Türen mit Blockzagen aus Hemlock und wandbündige Sockelleisten sowie Anschluss sämtlicher Bauteile mit umlaufender Schattenfuge präzisieren die Konturen des Innenausbaues.
Die Carports im Norden zonieren den Gartenbereich, sie differenzieren latent zum Nachbarn. Die „Wände“ bestehen aus unbehandelten Lärchenholzrosten, die von den Wohnungen einsehbare Dachfläche ist extensiv begrünt.
Wettbewerb:Amtsgericht;Dresden;2006;Die Idee:
Der entwurfliche Leitgedanke ist geprägt von der Zielsetzung, die Gebäudetypologie, die Materialität und die städtebauliche Maßstäblichkeit des Baubestandes aufzunehmen und ihn zusammen mit dem Neubau zu einer klar ablesbaren, vierseitig geschlossenen Blockstruktur zu ergänzen.
Gleichzeitig werden die bestehenden Innenhöfe thematisiert. Sie bilden zusammen mit den beiden neuen, durch die Ergänzungsbauten entstehenden Höfe, ein differenziertes, sich dabei gleichzeitig überlagerndes innen- und außenräumliches Netzwerk von Freiräumen.
Das städtebauliche Konzept:Die Thematisierung des Blockrandes, die Übernahme der Traufhöhe, die „sand-steinerne“ Loch-fassade sowie ihre horizontale Gliederung, differenziert nach Sockelgeschoß mittlere Geschos-se und Dachgeschoss, bilden die Eckpfeiler des städtebaulichen Ansatzes. Da die Umgebungsbebauung einerseits in ihrem Bestand durch ihre Art und Maßstäblichkeit wenig raumbildend ist und strukturell und typologisch wenig Vorbildfunktion übernehmen kann und andererseits die Umsetzung vorliegender Planungskonzepte im unmittelbaren Umfeld gegenwärtig ungewiss ist, sucht das Projekt den klaren Bezug zur Typologie des bestehenden Gerichtsgebäudes und bildet mit ihm zusammen ein geschlossenes Gebäudeensemble.
Der vierseitig geschlossene Gebäudeblock kann in Abhängigkeit seiner möglichen zukünftigen Umgebung ebenso die Rolle einer straßenbegleitenden Randbebauung wie die eines Solitärs inmitten größerer oder wenig definierter Freiräume übernehmen.
Die Konstruktion des Neubaus:
Die Tragkonstruktion des Neubaus bildet ein Stahlbetonskelett mit verschiedenen Erschlie-ßungs- und Aussteifungskernen im Angrenzungsbereich zum Altbau sowie seitlich des Haupt-zuganges. Die überwiegend von Stützen getragenen Decken ermöglichen weitgehende Freiheit bei der Organisiation des Grundrisses. Die Trennwände zwischen Büros sind in Leichtbau-weise, zum Flur hin zum Teil als verglaste Wände, errichtet.
Die Zugänge:
Als Hauptzugang dient der Vorplatz zwischen Schulgutstrasse und westlichem Gebäuderiegel. Von hier aus erreicht man über einen bewachten Foyerbereich den überdachten Innenhof, der als zentraler Verteiler in die verschiedenen Nutzungsbereiche führt. Soziale Dienste, die Poststelle sowie der Cafeteriabereich können darüber hinaus einzeln und direkt vom Vorplatz, der Ziegel- oder Florian-Geyer-Strasse erschlossen werden.
Stellplätze:
Die Zufahrt zur Tiefgarage liegt an der westlichen Grundstücksgrenze, parallel zur Schulgutstrasse und bildet somit eine Abgrenzung des westlichen Vorplatzes. Die Tiefgarage entsteht eingeschossig ausschliesslich unter dem Neubauteil und nimmt insgesamt 160 Stellplätze auf. Sie dient gleichzeitig als Zufahrt zu den Haftzellen. Diese ist mittels einer Schleuse von den Stellplätzen der Tiefgarage getrennt. In südlicher Verlängerung der Rampe befinden sich oberirdisch, d. h. im Bereich des Vorplatzes, weitere ca. 20 Stellplätze für Kurzzeitparker.
Fassaden:
Die Hülle der Gebäude wird als Lochfassade aus großformatigen vorgehängten Sandsteinele-menten gebildet. Sie ist, je nach Lage (zum Innenhof oder direkt an das Aussenklima angren-zend) normal- oder hochgedämmt. Die Fensterelemente sind im äußeren Gebäuderiegel innenbündig angeschlagen. Dadurch erhält die Fassade eine stark perforierte Tiefenwirkung. Im Innenriegel werden die Fenster aussen flächenbündig angeschlagen, so dass der Ein-druck einer glatten „vornehmen“ steinernen Haut ensteht. Die Übergänge zwischen Alt- und Neubauten werden durch eine durchlaufende gläserne Fuge betont.
Nutzungskonzept:
siehe Piktogramme
Ökologisch-energetisches Konzept:
Der neue Gebäudeteil umschließt einen zentralen Hof mit Orientierungs- und Wartefunktionen. Hierdurch wird ein optimales Oberflächen-Volumen-Verhältnis geschaffen (A/V-Verhältnis). Er dient für den Winterbetrieb und die Übergangszeit als solarer Pufferraum. Dieser kann gegen-über freistehenden Baustrukturen ca. 50 % der Wärmeenergie der an die Halle grenzenden Räume einsparen.
Das Gebäude ist im Wesentlichen natürlich belichtet und belüftet, wobei neben der Beheizung daran gedacht wird, die für die Saalbereiche notwendige Kühlenergie über eine Wärmepumpe (Luft-Wasser-WP) zu erzeugen.
Der zentrale Innenhof wird von einer peumatisch gestützten Membran-Kissen-Konstruktion aus ETFE-Folie überspannt. Die aus fünf Membranen gebildeten Luftkissen mit einer Länge von ca. 25,00 m und einer Breite von ca. 3,50 m werden zwischen in Längsrichtung der Halle verlaufenden Stahlträgern, die zwischen den beiden Gebäuderiegeln verlaufen, verlegt und mittels einer Pressleiste auf die Unterkonstruktion geklemmt.
Diese gegenüber einer Verglasung sehr wirtschaftliche Konstruktion verfügt zudem über ein geringes Eigengewicht und erlaubt dadurch große Spannweiten. Eine fünfzig-prozentige Bedruckung der innenseitigen Folie erzielt einen optimalen Sonnenschutz und verhindert so die starke Aufheizung des Innenraumes im Sommer. Diese Membran wird ergänzt durch einen mechanisch öffnen- und schließbaren Blendschutz (textil) zwischen den Längsträgern. Im Brandfall schmilzt die Folie gefahrlos, so dass auf zusätzliche kostenintensive RWA-Anlagen verzichtet werden kann.
In circa 50 % der Membranstruktur werden Dünnschicht-Photovoltaik-Elemente vorgesehen. Diese sind in der Lage, bei intensiver Sonnenbestrahlung 3 – 5 % des elektrischen Energie-bedarfs zu decken bzw. die entsprechende Leistung in das städtische Netz einzuspeisen.
Der große Hallenraum öffnet sich mit zunehmenden Außentemperaturen sukzessive und ist zu warmen Jahreszeiten so weit geöffnet, dass sich in der Halle selbst eine Raumtemperatur ein-stellt, die annähernd bei der Außentemperatur liegt.
Weiterhin ist daran gedacht, dass über die Dachflächen Regenwasser gesammelt wird, um es als Brauchwasser sowohl zur Toilettenspülung wie auch zur Außenraumbewässerung zu nutzen.
Gebäudetechnik
Heizung
Der Gesamtwärmebedarf des Gebäudes beträgt ca. 620 kW und wird mittels Fernwärme und Wärmepumpe dargestellt. Hieraus ergibt sich logischerweise ein Niedertemperatur-Heizsystem, das sowohl Fußbodenheizungen wie auch Bauteilheizungen (umschaltbar zu Bauteilkühlungen) bedient. Die Heizzentrale liegt im Dachgeschoss und verteilt von hier aus die Wärmeenergie zu den einzelnen baulichen Strukturen.
Kälte
Die Kälteleistung für Raumlufttechnische Anlagen beträgt ca. 128 kW, für Bauteilkühlun-gen ca. 217 kW. Die gleichzeitig notwendige Kälteleistung ermittelt sich mit 280 kW. Die Kältemaschine als Wärmepumpe kann bis zu 420 kW Heizleistung erbringen.
Die Kältemaschine nebst luftgekühltem Kondensator liegt im Bereich des 6. OGs und bedient von hier aus auf kurzem Wege die Raumlufttechnischen Anlagen.
Das Rückkühlwerk (luftgekühlter Kondensator) kann während der Nacht Kühlenergie mittels Außenluft erzeugen, die als Kühlwasser mit ca. 16 °C den Bauteilkühlungen der Büroflächen zugeführt wird.
Sanitärzentrale
Die Bewässerung des Gebäudes erfolgt über das städtische Wassernetz über einen Übergaberaum im UG. Von hier aus werden die notwendigen Wassermengen den Nasszellenbereichen und dem Kantinenbereich zugeführt.
Ergänzend kann Regenwasser von den Dachflächen in eine Regenwasserzisterne eingeleitet werden. Das gereinigte Regenwasser kann anschließend über eine spezielle Brauchwasserleitung den WCs zugeführt werden, um diese mit Regenwasser zu spülen.
Elektrotechnik
Der gleichzeitige elektrische Energiebedarf für das Gebäude errechnet sich mit ca. 840 kW = 1.330 kVA. Die vorhandene Netzeinspeisung (Mittelspannungsschaltanlage) wird ergänzt durch 2 Transformatoren mit je 630 kVA. Zusätzlich vorgesehen ist ein Batterie-raum (Notstromversorgung) sowie eine USV-Anlage, die die Computernetze bedient. Die mittelspannungsseitige Netzeinspeisung (10 kV) erfolgt durch die Stadtwerke. Die Niederspannungs-Hauptverteilung, ebenfalls im UG, bildet die notwendigen Stromkreise für die einzelnen Nutzungsbereiche.
Schwachstromanlagen
Zur Versorgung aller Raumbereiche mit Stark- und Schwachstrom sind im Boden der ein-zelnen Geschosse groß dimensionierte Fußbodenkanäle vorgesehen, die innerhalb der Geschosse untereinander vernetzt sind, um auf zukünftige Ansprüche flexibel reagieren zu können. Schwachstrom- und Starkstromleitungen werden getrennt in Bodenkanälen und Schächten geführt.
Gebäudeleittechnik
Die gesamten Gebäudetechnischen Anlagen sollen durch eine zentrale Leittechnik geregelt und gesteuert werden, um den Wartungsaufwand im technischen Bereich zu minimieren.
Freiräume / Höfe:
Über einen der gesamten Gebäudelänge vorgelagerten Platz zwischen Schulgutstrasse und Westriegelbau erreicht man den Zugang, das Entrée des Gerichtsgebäudes. Der Baumbestand wurde, wo möglich, vor allem im Süd-Westen, erhalten.
Der überdachte Hof (Halle) wird gegliedert durch vegetative Flächen im Wechsel Potentilla fruticosa (Abbotswood), Ilex x meserveae (Blue Prince), Miscanthus sinensis (Malepartus), Prunus laurocerasus (Otto Luyken), durch sandsteinerne Bänke sowie durch freistehende klein- und mittelkronige Bäume (Black Olive). Sie schaffen besondere, individuelle Zonen, in denen sich vor Betreten der Strafgerichtssäle noch besprochen werden kann. Ergänzt wird die Halle durch das freie Mobiliar des Cafés unter den Bäumen (Bucida buceras (Black Olive) und Quercus ilex (Steineiche). Als Bodenbelag wechselt neben den vegetativen Flächen in unterschiedlich langen und breiten Feldern Sandstein und Flowstone-Beton.
Höfe ohne Überdachung erhalten lineare, flächige, sich wechselnde Schmuckbepflanzung. Zwischen diesen Zellen entstehen grüne Aufenthaltszonen für die Klienten und Beschäftigten des Amtsgerichtes.
Wettbewerb:Architekturolympiade;Hamburg;2006;Das neue Quartier nutzt den natürlichen Höhenunterschied von der Fischbeker Marsch zum Naturschutzgebiet Fischbecker Heide. Es terrassiert sich in vier Stufen. Der Waldsaum mit dem Aussichtsturm auf der Anhöhe der Fischbecker Heide ist prägend. Der Waldsaum umschließt das Gelände öffnet sich aber auch zu den landwirtschafltich genutzen Flächen im Südosten. Der Parcours im Waldsaum dient zum Spazierengehen und Sporttreiben. Er führt von den Sportplätzen im Nordosten entlang einer Wasserpromenade gegenüber der Ladenzeile zu den Gastronomieterrassen. Der Parcours steigt mit der Terrassierung zum Aussichtsturm auf der Blumenwiese. Von dort hat man den besten Blick über die neue Siedlung. Vom Aussichtsturm gelangt man auch direkt über einen mit Pyramiden-Hainbuchen gesäumten Weg zur Wasserpromenade. Wenn man diesen Weg entlang geht, sind immer wieder Abstecher in die einzelnen Häusergruppierungen möglich. Die Gartenzimmer verlaufen von Nordost nach Südwest über jede Terrasse. Für die Bewohner sind diese grünen Zimmer Erweiterung Ihres eigenen Gartens, aber auch Treffpunkte mit den Nachbarn. Die Grünen Zimmer sind zum Lesen, Spielen, Ruhen und Toben. Sie sind naturnah oder formal, selbst oder vorgegeben gestaltet.
Wettbewerb:Landesgartenschau;Norderstedt, 5. Preis;2006;Deck am See
Die zentrale Ausstellungsfläche auf dem „Deck am See“ kon-zentriert das gärtnerische Kernthema mit einer „hommage an die Pflanze“ und später in der Nachnutzung die Aktionsflächen zur Freizeitnutzung.
Eingang und Auftakt
Am Ende der Stormannstraße markiert das Eingangsgebäude mit Erlebnisgastronomie und Blumenhalle den Auftakt des „Decks am Wasser“. Das Gebäude ist Bestandteil des Decks. In der Nachnutzung ist die textile Blumenhalle zurückgebaut und durch indoor- und outdoor-Klettern ersetzt. Vor dem Eingangs-gebäude empfangen den Gast Geschenkpakete aus mehrstämmi-gen lichten Gehölzen und lenken den Besucherstrom zum Haupteingang.
Das Deck im Dialog mit Wasser, Wald, Heide und Wiesen
Die Landschaft bleibt als Raum prägende Kulisse der Garten-schau stets präsent. Wege, die Anordnung der Ausstellungsbil-der und später der Nachnutzung lenken die Verbindungen in die Landschaft. Dabei wirkt die „harte“ Geometrie des Decks im Kontrast zur „weichen“ Landschaft. So entsteht für den Besu-cher der räumliche Eindruck von klarer Organisation und kon-sequenter Nähe zum Wasser. Das Wasser rückt optisch an das „Deck“ heran.
Wettbewerb:Medien- und Veranstaltungszentrum (HKB);Neubrandenburg, 1.Preis;2005;Die Idee:
Der entwurfliche Leitgedanke ist geprägt von der Zielsetzung, die Eingriffe in die Typologie und die städtebauliche Maßstäblichkeit des Baubestandes auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Erreicht wurde dies durch die Schaffung einer offenen, d. h. von allen Seiten und Gebäudeteilen einsehbaren, zentralen Mitte. Diese entsteht durch die Erweiterung des bestehenden Innenhofes bis hin zum ihn nördlich abschließenden neuen Baukörper für die Bibliothek.
Das Absenken dieser offenen Mitte auf das Niveau des Untergeschosses ermöglicht die Beibehaltung der städtebaulichen Dominanz des Altbaus einerseits und die bestmögliche Orientierung für die z. Teil sehr verschiedenen Nutzer andererseits.
Das kompakte hölzerne „Stadtmöbel“ auf der Nordseite nimmt weitere Funktionen der Bibliothek auf. Die Bedeutung der Bibliothek und die funktionale Abgrenzung zu den übrigen Bereichen des neuen Medien- und Veranstaltungszentrums rechtfertigt einen zweiten Zugang, der vom nordöstlichen Vorplatz her erfolgt.
Das städtebauliche Konzept:
Prinzipiell verfolgt der Entwurf zwei städtebauliche Ansätze. Einen konservierenden, den Bestand ausdrücklich bejahenden im Bereich des großen Marktplatzes und einen zweiten, die städtebaulich unbefriedigende Situation grundsätzlich verändernden, d. h. neuordnenden im Norden.
Während das jetzige HBK den Markt nach Norden hin durch eine klare Raumkante abschließt, und sowohl „Campanile“ wie die vorgelagerte Freitreppe eine räumlich-plastische Dominante setzen, ist der größtenteils als Parklatz genutzte hintere Bereich nördlich des HKB sowohl städtebaulich-räumlich wie funktional sehr unbefriedigend.
Der Entwurf schlägt inmitten dieses Raumes einen fünfgeschossigen Baukörper vor, der auf der Ebene des großen Bibliothekssaales beginnt. Der Bau besetzt in der Funktion eines Stadtmöbels den Raum zwischen Darren-, Glineke- und Stargarder Straße. Dabei entstehen drei neue, sich in ihrer Größe und Bedeutung vom Marktplatz deutlich differenzierende Stadträume. Je einer auf seiner Ost- und Westseite und der große, neue Bibliothekssaal auf seiner Südseite. Im Gegensatz zum bestehenden Turmgebäude ordnet sich der Neubau in die Umgebung ein. Die besondere Stellung erhält er durch sein vierseitiges Freigestelltsein einerseits und seine Materialität, wetterfeste, geschosshohe Holztafeln, andererseits.är funktional. Während der östliche Vorplatz den neuen Eingang zur Bibliothek und den Medienbereichen markiert und sich durch einen Vorhang aus Bäumen leicht vom Straßenraum distanziert, dient der westliche Platz ausschließlich der Unterbringung von PKW-Stellplätzen.
Wettbewerb:Schulzentrum "Am Kamp";Bad Doberan, 2.Preis;2003;Der Entwurf verfolgt als ein funktionales, pädagogisches und energetisches Konzept den Zusammenschluss von Grund- und Regionalschule sowie einem Hort zu einem gemeinsamen funktionsübergreifenden Schulforum unter einem Dach.
Vorgesehen ist die weitgehende Beibehaltung des überkommenden Bestandes in Form zweier begrenzender, jeweils L-förmiger Flügel, zwischen denen sich aus einem klaren Kubus eine differenzierte Einordnung variabler Baukörper im Innenhofbereich entwickelt, die eine Anpassung an sich verändernde Bedürfnisse erlauben.
Der entstehende Atriumbereich wird mit einer Klimahülle aus PTFE-Folien überdacht und dient als kommunikatives Forum und Aula. Der angrenzende Stadt- und Gartenraum wird über eine über alle Geschosse greifende Glasfassade und großzügige Eingänge in das Atrium hineinkommuniziert und geht eine Wechselwirkung mit den schulischen Aktivitäten ein.
Freiräume, Innen- und Außenraum verschmelzen zu einem vielschichtigen, komplexen Gefüge, dass aus einer Abfolge von Spiel-, Aufenthalts-, Veranstaltungs-, Rückzugs- und Ruhezonen gebildet wird.
Wettbewerb:BUGA 2009 "Gärten der Jahrhunderte";Schwerin, 1.Preis;2003;In Zusammenarbeit mit Breimann und Bruun Landschaftsarchitekten.
Das BUGA-Motto "Eine ganze Stadt wird Bundesgartenschau" bildet das Konzept der Arbeit, das in der Entwicklung des Burgseeareals zu einem stadtübergreifenden Erlebnisraum liegt - vordergründig durch die gezielte Inszenierung von Burgsee, Schloss, Garten- und Stadtraum, ergänzend durch die Einrichtung des BUGA-Vorplatzes, der Schwimmenden Wiese, sowie durch die Pontonbrücke über den Burgsee.
Der Burgsee wird im Süden vergrößert, seine Raumkanten bereinigt, und der Barockgarten in seiner Wirkung gesteigert. Der zentrale Eingangsplatz der BUGA am Jägerweg wird durch ein zusammenhängendes Blätterdach gefasst. Darunter bilden Cafe, Kassen, Info und Veranstaltungen eine Einheit. Eine Pontonbrücke verbindet Jägerweg und Altstadt über den Burgsee. Sie ermöglicht die physische Nähe zum Wasser und ungewohnte Perspektiven auf Schwerin und seine Umgebung.
Die Schlosspromenade wird zu einem Teil des natürlichen Seeufers umgestaltet. Sie mündet am Alten Garten in einen durch Kübelpflanzen wieder zusammenhängenden Platz, dessen Abschluss eine Freitreppe ins Wasser bildet.
Die Schwimmende Wiese wird dem Barockgarten als klare geometrische Fläche vorgelagert. Kunst, Farbe, Klang und Raum inszenieren den Ort spielerisch.
Die gärtnerische Leistungsschau vollzieht sich im Küchengarten. Ein orthogonales Raster bietet Raum für die Vielfalt der Mecklenburger Kultur- und Gartenlandschaft.
Vor dem Marstall wird ein Wasserspiegel vorgeschlagen, der den Charakter der Halbinsel aufgreift. Ein Skulpturenpark unterstützt den öffentlichen Charakter des Ortes.
gemeinsam mit: Breimann Bruun Landschaftsarchitekten BDLA Prof. V. Rothmaler
Wettbewerb:Universitätsbibliothek;Rostock;2000;Das Projekt orientiert sich in Größe, Ausrichtung und Freiraumentwicklung exakt am städtebaulichen Strukturplan zur Entwicklung des Universitätsstandortes und erweitert diese Entwicklung auf das Grundstück der Bibliothek. Durch den quadratischen Grundriss erreicht der Baukörper seine Solitärstellung und eine Einbindung in das städtebauliche Umfeld. Das weitestmögliche Heranrücken in den Straßenraum des Südrings betont sowohl den Eingang zum Unigelände, als auch den Schlussstein zu den Hochschulen im Osten. Die äußere Haupterschließung erfolgt über den gemeinsam mit der neuen Mensa gebildeten, leicht angehobenen Vorraum. Im Inneren der Bibliothek bilden drei Treppenhauskerne sowie eine große Freitreppe im zentralen Lichthof die Vertikalerschließung. Der offene Grundriss ermöglicht die leichte Orientierung in der Ebene und über die Geschosse.
Die Konstruktion des Gebäudes besteht aus einem Stahlbetonskelett mit drei Aussteifungskernen und einem gleichmäßigen Gebäuderaster von 7.20 m x 7.20 m. Balken und Unterzüge im Randbereich erlauben eine sehr schlanke Deckenplatte.
Gebäudekonstruktion und Doppelfassade sowie die äußerst kompakte Kubatur des Gebäudes bilden den Ausgangspunkt der technischen Gebäudeausstattung. Im vierseitig umlaufenden Luftzwischenraum kann die Luft mittels mechanischer Steuerung horizontal und vertikal konvertieren und gewährleistet ganzjährig eine optimale Energiebilanz. Verstellbare, raumhohe Paneele sorgen für eine individuelle Lichtführung in den Lesebereichen, die feste Ausführung der Paneele in den Regalzonen gewährleistet den Schutz der Bücher vor direkter Sonneneinstrahlung.
Wettbewerb:Ehemaliges Molkereigelände;Schwerin, 3.Preis;1997;Landschaftskonzept:
Eingefügt in den dominierenden Landschaftsraum zwischen äußerem Ziegelsee und Stadtkante liegt das neue Wohn- und Freizeitareal inmitten eines Feldes von Obstbaumwiesen, die eine landschaftliche Fuge zwischen der neuen Bebauung und derjenigen südlich der Möwenburgstraße bilden. Beide Bereiche sind deutlich voneinander getrennt, werden aber über den Landschaftspark wieder zusammengeführt.
Durch die Hochlage der Fläche kann der Ziegelsee - trotz der uferseitigen Bebauung - von weitem eingesehen werden. Dieser besondere Charakter soll durch die offene Gestaltung der höher liegenden Bebauung und der Obstwiesen und durch die einhergehende klare Zonierung entlang des Höhenversprunges zum bebauten Ufer betont werden.
Lediglich an einer Stelle wird der unmittelbare Bezug zum Wasser hergestellt. Das Schwimmbad am Ende der querenden Achse öffnet sich zum Wasser und erschließt diesen besonderen Ort so einer breiteren Öffentlichkeit.
Das gesamte Areal wird von einer Wiese umgeben, auf der in einem Raster angepflanzte Obstbäume stehen. Das Raster ist teilweise aufgelöst. Hier kann eine große Anzahl an unterschiedlichen Freizeitnutzungen aufgenommen werden.
Entlang des Ufers wird der Bestand (Bootshäuser, Vegetation) mit AuSchwerinahme des zentralen Bereiches am Schwimmbad nicht angetastet. Hier wird das Gelände modelliert, um eine sanft zum Wasser abfallende Liegewiese entstehen zu lassen.
Verkehrskonzept:
Von der Möwenburgstraße in Verlängerung der Speicherstraße wird das gesamte Quartier erschlossen. Eine Stichstraße von West nach Ost erreicht sämtliche Wohnungen. Die wohnungseigenen Stellplätze befinden sich jeweils direkt unter den ca 1,20 m aus dem Gelände herausragenden Wohnungen. Das Quartier kann so weitgehend autofrei bleiben, obwohl jede Wohnung mit dem PKW erreichbar ist.
Neben Parklätzen im zentralen Platzbereich kann vor Läden und öffentlichen Einrichtungen geparkt werden. Im westlichen Grüngürtel befinden sich zusätzliche Ausweichparkplätze.
Fuß- und Radwege verlaufen am Ufer des Sees, innerhalb und quer durch die Obstwiesen, sowie durch das gesamte Areal. Sie sind mit dem öffentlichen Fußnetz verknüpft.
Etappierung:
Das Vorhaben ist in einer bis mindesten vier Etappen realisierbar. Jeder Teilabschnitt kann von der Möwenburgstraße unabhängig erschlossen und errichtet werden. Der größte Teil (fast sämtliche Wohngebäude) des Vorhabens kann im Kerngebiet der Hansano-Molkerei unabhängig von allen anderen Teilen realisiert werden.
Städtebauliches Konzept:
Das Wettbewerbsgelände befindet sich im Schnittbereich zwischen Landschaftsraum und nördlicher Stadtkante. Der Entwurf formuliert einen "Wohn- und Freizeitteppich" in einem großen Landschaftsraum am See, noch hinter der durch die Möwenburgstraße formulierten Stadtkante.
Er bildet damit eine Kopfsituation und den Abschluß der Stadt zum äußeren Ziegelsee, formuliert aber gleichzeitig ein Gelenk zwischen Stadt- und Landschaftsraum.
Nutzungs-/ wirtschaftliches Konzept:
Der Entwurf antwortet auf die gegenwätige "Marktsituation" mit einem vielfältigen Angebot von hochwertigen, anspruchvollen, aber kostengünstigen Wohn-, Freizeit-, Dienstleistungens- und Gewerbebauten. Der Standort versteht sich als eine "Adresse", ein Synonym für Wohn- und Freizeitqualität innerhalb der Landeshauptstadt.
Die Wohngbäude werden in erster Linie als Privateigentum errichtet (Reihenhaus mit eigenem Zugang und privaten Außenräumen (Garten- und Terrassenseite). Die Stadtvillen bieten gepflegte Vorgärten, großzügige Wohnungen mit breiten Terrassen und einen Blick auf das Wasser.
Wettbewerb:Freie Schule;Rostock;2001;Das Gebäude markiert aufgrund seiner Größe und zusammenhängenden Bebauung für den Straßenverkehr eine Art Eingangs-/Ausgangssituation der Stadt.
Der Verbindungssteg zwischen Verwaltungsbau und Ärztehaus kennzeichnet den Eingang ins Gebäude und unterstreicht gleichzeitig die Stadttorsituation.
Der Untersuchungs- und Behandlungstrakt liegt funktional auf der unteren Ebene der angrenzenden Gebäude, seine Fassade wird in Ziegel errichtet und bindet sich dadurch ein.
Die beiden Pflegebereiche auf der höher gelegenen Ebene der Wiesen und Gärten werden als leichte, offene Pavillions mit einer Holzaußenverschalung ausgebildet, raumhohe Verglasung in den Patientenräumen und Klappläden aus Holz unterstreichen diesen Charakter.
Durch die klare Hofbildung wird eine Vernetzung von innen und außen geschaffen. Ebenso bilden einzelne Gebäudeteile untereinander, Höfe wiederum „betten“ Gebäude zwischen sich.
Wettbewerb:Landratsamt;Bergen, Rügen;2000;(Informationen in Bearbeitung)
Wettbewerb:Uni-Bibliothek;Saarbrücken;2000;Die neue Bibliothek steht am Ende der langen Hauptachse (in West-Ost-Richtung) des Campus und bildet gleichzeitig ein Fenster zum angrenzenden Wald.
Primär nimmt das Gebäude die vorhandene Ordnung seines städtebaulichen Umfeldes auf und wird somit zum Passstück des Gesamtensembles. Darüberhinaus versucht es durch eine enge Verwebung von Innen- und Außenraum, von freier und eingefangener Landschaft, von introvertierten und extrovertierten Raumbildungen die Solitärstellungen seiner Umgebungsbauten zu überwinden und ein Gelenk zum angrenzenden Landschaftsraum zu werden.
Dieser Idee folgt auch die äußere und innere Erschließung. In Verlängerung der West-Ost-Achse gelangt man über den Vorhof, das Foyer und eine "Brücke" zu den verschiedenen Funktionsbereichen der Bibliothek. Entlang einer Wegeschleife erschließt sich das Innere geschossweise. Am Ende gelangt man zum großen Lesesaal. der als frei tragender Ausleger konstruiert ist und ein Raumfenster zum Stadtwald öffnet.
Der offene Grundriss und die verschiedenen ineinander greifenden Lufträume über die gesamte Gebäudehöhe ermöglichen die leichte Orientierbarkeit in der Ebene und über die Geschosse.
Die Fassade besteht aus spiegelfreiem, hoch transparentem Glas einerseits und aus großflächigen, geschosshohen, hell lasierten Holzpaneelen andererseits. Die Funktion des Gebäudes als Gelenk zwischen natürlicher und gebauter Struktur erhält dadurch zusätzlich Unterstützung.
Die räumliche Schichtung des Baukörpers und die Transparenz der Fassade vermeidet bewußt den Eindruck des „Elfenbeinturmes“ des Wissens zugunsten eines offenen Zuganges zu Information und Kommunikation.
Wettbewerb:Aussegnungshalle;Trier, Ankauf;1998;Das Projekt greift mit einfachen Mittel und Baukörpern in die bestehende Situation ein.
Zum einen durch das „Auffangen“ der Hanglage mittels der horizontal ausgebildeten großen Freifläche. Die sockelartig leicht aus dem Gelände modellierte Ebene wird Mittel- und Sammelpunkt der Friedhofanlage.
Zum anderen durch die Bildung eines räumlichen Abschlusses des Friedhofes nach Norden und Osten,
und durch die begrenzende Mauer, die ein imaginäres Spannungsfeld, mit Wechselwirkungen von
Schwere und Leichtigkeit, Massivität und Materiallosigkeit, Verschlossenheit und Transparenz, Verspiegelung und räumlicher Tiefe, „irdisch“ Greifbarem und Transzendenz in Abhängigkeit des Betrachters und des wechselnden Lichteinfallwinkels erzeugt.
Nach Süden läuft der Platz hinter der Mauer weiter. Nur hier wird die Mauer, überwunden und ein verglaster Abstand zwischen Wand und Dach gibt einen Ausschnitt des Himmels frei. Ein Lichtstrahl fällt durch einen Schlitz von hinten durch die Wand auf die Stelle des aufgebahrten Toten.
Wettbewerb:Wasserwerk;Schwerin;1997;Zwei Baukörper spannen, von Westen nach Osten, einen Raum, den Werkhof, auf und fokussieren gleichzeitig, von Norden nach Süden, den Blick in das weite offene Hinterland.
Der dritte Baukörper, die beiden Reinwasserbehälter, werden durch ihre Lage außerhalb des Werkhofes und ihr Eingegrabensein zu Elementen der Landschaft.
Die Zeichenhaftigkeit des Projektes an einem der Stadtein- und ausgänge Schwerins wird wesentlich geprägt durch die klare, einfache, von den funktionalen Zusammenhängen eines Wasserwerkes bestimmte Anordnung der einzelnen Baukörper.
Die einzelnen Gebäudeteile selbst verstehen sich weniger als eigenständige „Häuser“ oder als Pendent zur Bebauung der gegenüberliegenden Straßenseite, sondern vielmehr als Informationsträger der Begriffe Stadteingang - Stadtausgang . Fenster zur Landschaft . Stadtwerke und Werkhof.
Von weitem wahrzunehmende plastisch-körperhafte, bei Dunkelheit leuchten-de Großbuchstaben informieren spielerisch und zeichenhaft durch die Begriffe S T A D T WERKE - STADTWERKE.
Wettbewerb:DRK-Krankenhaus;Grevesmühlen, 2.Preis;1995;Das Gebäude markiert aufgrund seiner Größe und zusammenhängenden Bebauung für den Straßenverkehr eine Art Eingangs-/Ausgangssituation der Stadt.
Der Verbindungssteg zwischen Verwaltungsbau und Ärztehaus kennzeichnet den Eingang ins Gebäude und unterstreicht gleichzeitig die Stadttorsituation.
Der Untersuchungs- und Behandlungstrakt liegt funktional auf der unteren Ebene der angrenzenden Gebäude, seine Fassade wird in Ziegel errichtet und bindet sich dadurch ein.
Die beiden Pflegebereiche auf der höher gelegenen Ebene der Wiesen und Gärten werden als leichte, offene Pavillions mit einer Holzaußenverschalung ausgebildet, raumhohe Verglasung in den Patientenräumen und Klappläden aus Holz unterstreichen diesen Charakter.
Durch die klare Hofbildung wird eine Vernetzung von innen und außen geschaffen. Ebenso bilden einzelne Gebäudeteile untereinander, Höfe wiederum „betten“ Gebäude zwischen sich.
Projekt:Bebauungsplan;Zierow;1999;(Informationen in Bearbeitung)
Projekt:Friedrich-Engels-Strasse;Schwerin;1995;Ausgangspunkt der Arbeit bildete die Forderung des Stadtplanungsamtes, ein Konzept zu entwickeln, das bei künftigen Sanierungs-, Umbau- und Erweiterungsbauvorhaben sowohl die Einzelmaßnahme, wie die im städtischen Zusammenhang stehenden Maßnahmen bewertbar macht.
Diese Aufgabe war insofern neu, als es sich bei dem vorgegebenen Stadtteil um eine Plattenbausiedlung aus den 70-er Jahren handelt, die als in sich abgeschlossene städtebauliche Einheit geplant und realisiert worden war.
Nach einer sehr sorgfältigen historischen, stadträumlichen, infrastrukturellen, tektonischen und entwicklungspolitischen Betrachtung des Gebietes wurde durch uns ein Planungsinstrument entwickelt, das je nach Standort eine Nachverdichtung, eine Gebäudesanierung, eine Gebäudeerweiterung oder bloß eine qualitative Aufwertung des Außenraumes (Wohnumfeld) ermöglicht.
Von besonderer Bedeutung dabei war, dass unsere Entscheidungen während des Planungsprozesses von sämtlichen später von der Umsetzung Betroffenen (Entscheidungträger der Behörden, Anwohnern, und vielen weiteren Gruppen) mitgetragen und zum Teil mitentwickelt wurden.
Dies verlangsamte einerseits den eigentlichen Planungsprozess, andererseits konnte dadurch in sehr hohem Maße Gewähr dafür übernommen werden, dass die inzwischen bereits begonnene Umsetzung, insofern sie sich am Planungskonzept orientiert, zügig erfolgt.
Projekt:Dreifeldhalle Reiferbahn;Schwerin;2007;An einer Einfallstraße zur Innenstadt Schwerins entstand in einem leicht abfallenden Gelände die Sporthalle „Reiferbahn“. Sie ist als 3-Feldhalle gem. DIN 18032 mit einer Spielfeldgröße von 27 m x 45 m errichtet. Die Halle verfügt über 199 Zuschauerplätze und dient primär dem Gymnasium „Fridericianum“ als Schulturnhalle und den Handballerinnen des SV Grün-Weiß Schwerin als Vereinssporthalle.
Die periphäre Lage des Gebäudes, unmittelbar an einer stark befahrenen Straße, bestimmte die Kubatur und die Hülle seiner Außenwände. Ein quaderförmiger Körper besetzt zeichenhaft den Ort zwischen einer zur Wohnanlage umgebauten Kaserne aus dem 19. Jhrdt. und einer innerstädtischen Brachfläche. Ein Ort des raschen Überganges, des Straßen- und Schienenverkehrs, nicht des Anhaltens, nicht des fußläufigen Vorbeischlenderns.
Die Städtebauliche Situation wurde prägend für den Baukörper und seine Fassade. Das sehr heterogene Umfeld einerseits und die im Sinne Aldo Rossis bestehende „Ortlosigkeit“ andererseits evoziierte den klar ablesbaren einfachen kubischen Baukörper der Sporthalle. Gefasst wurde er von einer metallenen, ihn vierseitig umschließenden „Haut“ aus Aluminium-Streckmetall-Tafeln. Diese sind, wie bereits im Jahre 1998 bei der Sporthalle in Saarburg, in ihrer horizontalen Abwicklung gerichtet, so daß sie, schaut man nach links, stets als glatte, silbrig glänzende Reflektionsfläche erscheint. Blickt man zur anderen Seite, d. h. nach rechts, wirkt das Metallkleid räumlich und geschuppt und zeigt die darunter liegende innere Ebene der tragenden Außenwand. Zur Straßenseite, die gleichzeitig die Hauptfassade ist, greifen die Metalltafeln als schalig gebauchte Welle in den öffentlichen Raum. Diese wird unterbrochen von schmalen rhythmisch angeordneten Fensteröffnungen. Das opake Glas gewährleistet die geforderte Blendfreiheit am Tag und läßt das Licht bei Nacht nach außen strahlen. Die Lebendigkeit der Nutzung wird so im Stadtraum erlebbar gemacht.
Die Streckmetalltafeln selbst haben i. d. R. eine Größe von 1,8 m x 2,5 m. Das Maß der Streckung (Maschenweite) ändert sich von Reihe zu Reihe und von unten nach oben schrittweise von
66 x 35 x 15 x 2 mm auf 115 x 49 x 20 x 2 mm. Die Unterkonstruktion der ebenen Tafeln bestehen aus horizontal durchlaufenden Z-Profilen und sind mit Schwerlastdübeln an den Leichtbauwänden der Außenwand befestigt. Edelstahlschrauben fixieren die Tafeln mit der Unterkonstruktion. Die straßenseitigen, bauchigen Tafeln sind auf lasergeschnittenen Aluminium- Spanten aufgeschweißt, in die vertikal angeordneten Z-Profile (20/ 45/ 75/ 5) eingehängt und mittels einer Edelstahlschraube fixiert.
Zum Nachweis der Tragfähigkeit der gewölbten Fassade wurde ein räumliches 1 : 1 Modell entwickelt. An diesem wurde der Kraftverlauf rechnerisch und praktisch ermittelt.
Im Innern erfüllt das Gebäude die Anforderungen der DIN 18032 an eine 3-Feld-Halle.
Wände und Decken des Foyers wurden in Sichtbeton ausgeführt. Zwischen Straßen- und Turnschuhgang wurde nicht unterschieden. Der Bodenbelag im Foyer und in den Fluren besteht aus einer zementgebundenen Estrichbeschichtung. Das Obergeschoß erlaubt 199 Zuschauern die Teilnahme an den Turnieren des Schweriner Sportclubs SSC.
Das Gebäude wurde in Arbeitsgemeinschaft mit Joachim Brenncke, Schwerin, errichtet.
Projekt:Bürgerhaus mit Sporthalle Penzlin;Penzlin;2007;Die „Neue Burg“ in Penzlin, wurde um 1810 auf den erwähnten Slawischen Burgbergresten errichtet. Der Burgberg als städtebaulicher Ort wird von drei Faktoren wesentlich bestimmt:
1.der slawischen Wallanlage mit ihrem Großbaumbestand,
2.dem von den slawischen Wällen gefassten Plateau,
3.dem Solitärgebäude des Altbaus von 1810.
Diese drei wesentlichen Merkmale von Wallanlage, Plateau und Solitärbau bestehen weiterhin als Dominanten des Ortes. Der Neubau der Sporthalle wird trotz seiner notwendigen Höhe dem Altbau vollständig untergeordnet und von diesem durch eine teilweise verglaste, teils über einen Wandversprung zum Altbau verdeutlichte Fuge getrennt. Innerhalb dieser Fuge befinden sich die Geräteräume auf Hallenniveau, sowie, gegenüber dem Erdgeschoss des Altbaus um ein halbes Geschoss versetzt, die Zuschauertribünen. So bleibt für den von der Hauptzufahrt Ankommenden weiterhin zunächst das Gelände dominierende Altgebäude allein sichtbar. Erst bei weiterer Annäherung wird die südöstlich vom Altbau befindliche neue Sporthalle sichtbar.
Das Erdgeschoss des Altbaus dient der öffentlichen Nutzung. Vom zweigeschossigen, durch einen Luftraum verbundenen Foyer- und Ausstellungsbereich erschließen sich im Erdgeschoss ein Mehrzweckraum, der Tanz- und Theatergruppen, Arbeitsgemeinschaften und Ähnlichem dient, sowie ein Austellungs- und Projektraum für den örtlichen Kunstverein.
Vom Foyer aus ist der Zugang zum Untergeschoss sowie zu den um ein halbes Geschoss versetzten Zuschauertribünen in der Fuge zwischen Alt- und Neubau möglich. Gleichzeitig geschieht von hier aus der Zugang zu Ober- und Untergeschoss sowie zu den Zuschauertribünen in der Fuge zwischen Alt- und Neubau.
Projekt:Einfeldhalle St. Laurentius;Saarburg;2002;Das Gebäude dient dem Sportunterricht der unmittelbar angrenzenden Grundschule aus den 30er Jahren. Die schwierige Grundstückssituation (Schule im Osten, Strasse im Süden, Hang und anstehender Fels im Norden) evoziert die vorgeschlagene Gebäudelage: der Eingangsbereich der Schule erfolgt von Westen, so dass der Zugang der Schule nunmehr zwischen Sporthalle und Schulgebäude liegt. Die offene (verglaste) Ostwand der Halle weitet optisch den Eingang der Schule über die gesamte Hallenfläche aus.
Das neue Gebäude orientiert sich an der bestehenden Schule, nimmt das Thema des Sockels und der Bauflucht auf und führt sie weiter. Die dienenden Räume graben sich 2-geschossig in den Hang und werden ebenerdig vom oberen Geschoss erschlossen. Zur Straßenseite antwortet eine einer schiefen Ebene aufgespannte Haut aus patchworkartig montierten Streckmetallgitterplatten auf das Vorbeifahren der Autos und nimmt dem Gebäude dadurch mittelbar seine Maßstäblichkeit.
Sonnenkollektoren auf der flach geneigten Dachfläche sollen den Energiebedarf des Gebäudes und der benachbarten Schule ganzjährig ausreichend decken. Das Gebäude ist einschalig in Sichtbeton errichtet und innengedämmt. Die Binder des Daches sind in Leimholz errichtet, die Böden des Eingangsbereiches und der Umkleideräume erhielten einen Gußasphaltbelag resp. einen eingefärbten Zementestrich. Wände und Stufen der Treppe wurden in Sichtbeton ausgeführt.
Projekt:Zweifeldhalle Wörth;Wörth;2001;Die Wettbewerbsaufgabe bestand in der Errichtung einer Turnhalle (18 m x 36 m) für eine bestehende Grundschule aus den 20er Jahren. Darüber hinaus sollte die Halle abends den örtlichen Turnvereinen sowie gelegentlich der Austragung kleinerer Sportveranstaltungen dienen. Zuschauerplätze wurden nicht gefordert.
Die Parallelstellung des Gebäudes mit der Rheinaue projiziert den Landschaftsraum in den Ort hinein. Eine bis zu 12 m hohe Wandscheibe markiert den räumlichen Abschluß zwischen Schulhof und Altrhein. Ein in diese Wand eingeschnittenes „Fenster“ rahmt, je nach Standpunkt, Landschaft und Ortschaft. Dieser Gedanke wird noch gestärkt durch einen öffentlichen Weg, der über einen Steg gewissermaßen durch das Gebäude führt und dabei die Wandscheibe durchquert. Im Inneren des Gebäudes übernimmt die Wandscheibe statische und funktionale Aufgaben. Sie dient als Auflager der Dachkonstruktion und trennt dienende und bediente Räume.
Erschlossen wird das Gebäude von der Schulhofebene über einen Steg. Im Inneren führt eine Stehgalerie zu den oben liegenden Umkleide- und Duschräumen. Im unteren Geschoss, auf Hallenebene, befinden sich Technik-, Regie-, und Geräteräume, sie werden über zweiläufige Treppen erreicht. Ein zweiter rollstuhlgängiger Zugang führt von Osten über eine Rampe unterhalb des Steges zwischen Fitneßraum und Halle zum Turnhallenniveau. Dieses liegt ca 1,00 m tiefer als der rheinseitige öffentliche Weg, so das trotz der 2,00 m hohen Prallwand Blickkontakte möglich sind.
Aufgrund der dreiseitigen Verglasung oberhalb der Prallwand werden die Pappeln der Rheinaue zur räumlichen Kulisse der Sportfläche, die die gläserne Klimagrenze durchstoßenden Stahlbinder unterstützen zusätzlich den Innen-Außen-Bezug.
Projekt:Kindergarten;Windhuk, Namibia;2006;Nach über zwei Jahren Planungs- und Genehmigungszeit wurde nun mit den Erdarbeiten zum Neubau des Kindergartens begonnen.
Das Projekt „Soutere“ wird inmitten von Katutura realsiert, einem Stadteil von Windhoek, Namibia, mit einer Einwohnerzahl von ca. 300.000 Menschen. Das Gelände ist überwiegend nicht erschlossen, es fehlt sowohl an Wasser, wie an el. Strom. Die Menschen wohnen vorwiegend in Blechhütten, z. Teil mit ihrer ganzen Familie. Die Grundfläche beträgt i. d. Regel weniger als 10 qm.
Der Kindergarten für zwei Gruppen im Alter von 3 - 6 Jahren, für eine Vorschul- sowie für eine Kleinkindgruppe ist ein zentraler Ort des Spiels und des Lernens, der Sicherheit und des sozialen Miteinander.
Die einzelnen Gebäude werden überwiegend in Lehmbauweise errichtet. Ein großes Segel überspannt eine Freifläche. Toiletten werden wasserlos, d. h. als Trockentoiletten errichtet. Eine kleine Küche unter freiem Himmel ermöglicht das gemeinsame Kochen und Essen.
Bauherr und Träger des Projektes ist die Waldorfschule in Windhoek.
Projekt:Bundessortenamt;Parchim;2000;(Informationen in Bearbeitung)
Projekt:Armaturenwerk;Luxemburg;2001;(Informationen in Bearbeitung)
Projekt:Stahlmöbelfabrik;Hillesheim;1989;Das Gebäude entstand als eine Erweiterung der bestehenden Fabrikhallen, die in den 70er und 80er Jahren gebaut wurden. Der Erweiterungsbau sollte in zwei Bauabschnitten zu gleichen Teilen realisiert werden und der Herstellung einer neuen Produktpalette dienen.
Im Untergeschoss „arbeiten“ Maschinen größtenteils selbstständig ohne menschliche Unterstützung. Anschließend werden die Stahlmöbel mittels Förderband ins Obergeschoss zur Endmontage gebracht. Das Untergeschoss ist eine nach drei Seiten geschlossene Halle in Stahlbeton, während im Obergeschoss eine leichte Stahlkonstruktion und Ganzglaswände den Mitarbeitern natürliches Licht und Ausblick in die umgebende Landschaft gewähren.
Das Stützenraster von 6,00 m x 12,00 m ermöglicht einen weitgehend frei einteilbaren Großraum. Die leichte Dachkonstruktion aus Minimal“flügel“trägern scheint über dem oberen Raum zu schweben. Sheddächer, nach Norden geöffnet, garantieren gleichmäßige und blendfreie Lichtverhältnisse. Versetzbar eingestellte „Container“, die zwei Büroeinheiten, den Pausenraum sowie WC‘s aufnehmen, bilden die flexible Trennung zwischen Ausstellungsfläche im Osten und der Endmontagefläche im Westen des Obergeschosses. Während das Innere von der Großflächigkeit eines einzigen Raumes geprägt wird, entsteht nach außen der Eindruck einer modularen Addition eigenständiger Baukörper.
Projekt:Kreisverwaltung;Grevesmühlen;2002;Ziel der Planung war die Beseitigung bestehender erheblicher funktionaler und baulicher Missstände, um die ehemalige Malzfabrik als modernes Verwaltungsgebäude für die Kreisverwaltung nutzen zu können.
Die Vermittlung von Offenheit und Bürgernähe sind neben der Schaffung einer problemlosen, guten Orientierung in dem in acht „Häusern“ unterteilten ehemaligen Industriegebäude wesentliche Bestandteile der Umbauplanung.
Eine sich über alle Geschosse erstreckende Eingangshalle empfängt den Bürger mit einer Bürgerinformation und einer offenen Treppe mit Galerien.
Die Büros der Mitarbeiter liegen ausschließlich an den Außenwänden der einzelnen Gebäudeteile und werden von einem Umgang um jeweilige Lichthöfe herum erschlossen. Über Glaselemente in den Flurtrennwänden werden die Büros zusätzlich über diese Lichthöfe belichtet.
Der Plenarsaal des Kreistages öffnet sich dem Bürger im Erdgeschoss über Glaselemente direkt an der Eingangshalle. Er ist parallel zur eigentlichen Funktion für verschiedene Veranstaltungsformen nutzbar.
Die Nebenfunktionen sind „hausweise“ in Funktionskernen zusammengefasst. Die historische Konstruktion aus gusseisernen Stützen mit Kappendecken sowie Holzstützen mit Holzbalkendecken wurde erhalten bzw. in Teilbereichen verstärkt. Neue Bauteile und Einbauten haben kontrastierend zum erhaltungswürdigen Bestand eine zeitgemäße, moderne Ausbildung erfahren.
Projekt:La Chevre;Schwerin;2000;Das Wohn- und Geschäftshaus am Ziegenmarkt setzt sich aus der Sanierung des Altgebäudes am Ziegenmarkt und einer Lückenschließung in der angrenzenden Jahnstraße zusammen.
Der Ziegenmarkt bildet neben dem Schelfmarkt einen der zentralen Plätze der Schelfstadt und besitzt in seiner Lage und seinem Gefüge eine große Bedeutung für das stadträumliche Bild der Schelfstadt.
Das Bestandsgebäude ist mit seiner Fassadenstruktur und seiner Größe eines der domienerenden Gebäude des Ziegenmarktes und beeinflusst das Platzgefüge maßgeblich. Die Fassade zum Ziegenmarkt wurde im 19 Jh. Saniert und umgestaltet.
Das Nutzungskonzept für den Altbau sieht die Belegung der marktseitigen Erdgeschosseinheiten durch Läden und Geschäfte vor. Das 1. Obergeschoss wird durch Büros belegt. Eine Umnutzung zu Wohnzwecken ist ohne Eingriffe in das Grundrissgefüge möglich. Die restlichen Geschosse wurden zur Wohnzwecken umgebaut, wobei die ursprünglich sehr großen Grundrissflächen in mehrere einzelne Wohnungen gegliedert wurden.
Die Fassade des Altbaus wurde ohne wesentliche Eingriffe in das überkommene Erscheinungsbild als massive Ziegelfassade erhalten. Die porösen Ziegelsteine wurden gereinigt und mehrfach geölt. Die angrenzende Giebelfassade aus Fachwerk wurde als verputzte massive Fassade erneuert und vermittelt zwischen Alt- und Neubauteil.
Der Neubau als Schließung einer Baulücke verstärkt die domienerende Stellung des Altbaus durch den Einsatz kontrastierender Materialien und vermittelt zu der niedrigeren Geschossigkeit der angrenzenden Gebäude.
Der Neubauteil untergliedert sich in drei voneinder abgesetzte Elemente. Das Erdgeschoss, ein die Hofdurchfahrt begrenzender frei eingestellter Kubus, besteht aus schwarzem Sichtbeton und wird für eine Bar genutzt.
Die drei Obergeschosse wurden durch eine vorgehängte zweite Fassadenhaut, einer Stahl-Profilglas-Konstruktion, zusammengefasst. Die irkung des vertikal gestellten Profilglases wird dabei durch Farbschichten auf der dahinterliegenden Massivkonstruktion unterstützt. Die diagonale Anordnung der Gläser vermittlet dabei je nach Standort des Betrachters unterschiedliche Bilder von einer sehr transparenten Untergliederung der Fassade bis hin zu einem vollkommen geschlossenen, reflektierenden Bild. Die diagonale Anordnung der Gläser erlaubt darüber hinaus Durchblicke aus dem Inneren der Wohnungen, die zwischen Hof- und straßenseitiger fassade spannen.
Das Dachgeschoss ist als holzverkleiderter farbiger Kubus von dem Glasvorhang abgesetzt und in die hintere Fassadenebene eingerückt. Schmale fenster über die gesamte Höhe des Dachgeschosses untergliedern den Körper.
Die Trennung der beiden Gebäudeteile auf der Straßenseite wird im hofbereich durch eine durchgehende horizontale Holzverkleidung aufgehoben, und beide Teile werden zusammengefasst. Tiefe, durch eine Seilkonstruktion befetsigte, allseitig umkleidete Balkone akzentuieren die Fassade und nehmen die Farbigkeit des Dachgeschosses in einem anderen Umfeld wieder auf.
Projekt:Domhof;Schwerin;1997;Der Ort für den Neubau bzw. die Sanierung des Fachwerkgebäudes liegt im Zentrum der Altstadt Schwerins, im ehemaligen „Domhof“.
Der Ort bestand in seinem ursprünglichen Zustand als Hofensemble - erst viel später wurde eine Straße vom Schlachtermarkt zur Puschkinstraße gebrochen und über den Hof geführt. Die Gebäude sind vom Charakter eindeutig Hofgebäude und weisen nicht das Repräsentations-bedürfnis der Gebäude in der Puschkinstraße auf.
Unser Entwurfsansatz versucht die Durchführung der Breiten Straße zu korrigieren und über die Einengung des Zugangs wieder eine Hofsituation zu schaffen. Die bestehende Lücke wird durch einen kleinteiligen, die Staffelung angrenzender Bauten aufnehmenden Neubau geschlossen. Die „geschliffene“ Kante wird wieder hergestellt, so dass mit dem gegenüberliegenden Gebäude ein Hofensemble entsteht.
Das bestehende Fachwerkgebäude (das ehemalige Kutscherhaus) mußte in weiten Teilen auf Grund von Schwammbefall ausgewechselt werden. Die Sanierung konnte nur sukzessiv erfolgen. Dabei kam dem Erhalt der inneren Raumstruktur die gleiche Bedeutung zu wie der Fassade.
Projekt:Allgemeine Zeitung;Bingen;1994;Vielschichtigkeit, Transparenz und Nutzungsflexibilität waren Ausgangspunkt und Zielsetzung bei der Planung des neuen Medienhauses in Bingen.
Einfache, naturbelassene Materialien bilden im Inneren wie im Äußeren das konstruktive Gerüst des Gebäudes. Jedes Bauteil wird aus seiner funktionalen, städtebaulichen und die Konstruktion betreffende Aufgabe hergeleitet und fügt sich zu einer gestalterischen Einheit des Bauwerkes als Ganzes. Transparenz und Einbindung von öffentlichem Raum ins Innere des Erdgeschosses betonen den Anspruch auf die Bürgernähe des Nutzers.
Geschosshohe, nichtspiegelnde Ganzglaselemente, rahmenlos gefügt, heben eine trennende Wirkung zwischen Innen- und Außenraum auf. Das Eingangselement selbst schiebt sich schrankartig wie ein Gelenk zwischen den Vorplatz und die Kundenhalle.
Es ist im Gegensatz zur Materielosigkeit der erdgeschossigen Ganzglasfassade das einzige Bauteil aus Holz, damit im eigentlichem Wortsinn begreifbar und eine Brücke zwischen Innen und Außen.
Projekt:Helaba;Luxemburg;1995;Im Zentrum der Stadt Luxembourg entstand der Neubau eines Bürogebäudes zum Geschäftssitz eines internationalen Bankunternehmers.
Die Fassade am Place de Paris aus gelbem Sandstein und das naturschiefergedeckte französische Dach sind denkmalgeschützt. Das Gebäude mußte aus funktionalen und bauphysikalischen Gründen komplett entkernt und neu errichtet werden. Die Geschossigkeit wurde beibehalten, die Kubatur im Keller- und im Erdgeschoß bis auf die Grundstücksgrenze ausgedehnt.
Die Sandsteinfassade zum Platz wurde gereinigt und ausgebessert, diejenige zum Hof abgetragen und neu in einschaligem Sichtbeton mit Innendämmung errichtet. Die Fassadenöffnungen zum Platz liegen in ihrer ursprünglichen Ebene als tiefe Löcher hinter der Sandsteinfassade, diejenigen der Hoffassade konträr dazu außenbündig und schließen mit der Sichtbetonebene ab. Das Flachdach des Erdgeschosses im Hof kann als Pausenfläche genutzt werden.
Die Tragstruktur wird bestimmt durch ein Stahlbetonskelett mit einem Sichtbetontreppenhaus und einem Installationsschacht als Aussteifungskern. Sämtliche Innenwände sind in leichter Elementmontagebauweise mit durchgehendem Oberlichtband ausgebildet.
Projekt:Medien- und Veranstaltungszentrum (HKB);Neubrandenburg;2007;Die Idee:
Der entwurfliche Leitgedanke ist geprägt von der Zielsetzung, die Eingriffe in die Typologie und die städtebauliche Maßstäblichkeit des Baubestandes auf ein Mindestmaß zu reduzieren.
Erreicht wurde dies durch die Schaffung einer offenen, d. h. von allen Seiten und Gebäudeteilen einsehbaren, zentralen Mitte. Diese entsteht durch die Erweiterung des bestehenden Innenhofes bis hin zum ihn nördlich abschließenden neuen Baukörper für die Bibliothek.
Das Absenken dieser offenen Mitte auf das Niveau des Untergeschosses ermöglicht die Beibehaltung der städtebaulichen Dominanz des Altbaus einerseits und die bestmögliche Orientierung für die z. Teil sehr verschiedenen Nutzer andererseits.
Das kompakte hölzerne „Stadtmöbel“ auf der Nordseite nimmt weitere Funktionen der Bibliothek auf. Die Bedeutung der Bibliothek und die funktionale Abgrenzung zu den übrigen Bereichen des neuen Medien- und Veranstaltungszentrums rechtfertigt einen zweiten Zugang, der vom nordöstlichen Vorplatz her erfolgt.
Das städtebauliche Konzept:
Prinzipiell verfolgt der Entwurf zwei städtebauliche Ansätze. Einen konservierenden, den Bestand ausdrücklich bejahenden im Bereich des großen Marktplatzes und einen zweiten, die städtebaulich unbefriedigende Situation grundsätzlich verändernden, d. h. neuordnenden im Norden.
Während das jetzige HBK den Markt nach Norden hin durch eine klare Raumkante abschließt, und sowohl „Campanile“ wie die vorgelagerte Freitreppe eine räumlich-plastische Dominante setzen, ist der größtenteils als Parklatz genutzte hintere Bereich nördlich des HKB sowohl städtebaulich-räumlich wie funktional sehr unbefriedigend.
Der Entwurf schlägt inmitten dieses Raumes einen fünfgeschossigen Baukörper vor, der auf der Ebene des großen Bibliothekssaales beginnt. Der Bau besetzt in der Funktion eines Stadtmöbels den Raum zwischen Darren-, Glineke- und Stargarder Straße. Dabei entstehen drei neue, sich in ihrer Größe und Bedeutung vom Marktplatz deutlich differenzierende Stadträume. Je einer auf seiner Ost- und Westseite und der große, neue Bibliothekssaal auf seiner Südseite. Im Gegensatz zum bestehenden Turmgebäude ordnet sich der Neubau in die Umgebung ein. Die besondere Stellung erhält er durch sein vierseitiges Freigestelltsein einerseits und seine Materialität, wetterfeste, geschosshohe Holztafeln, andererseits.är funktional. Während der östliche Vorplatz den neuen Eingang zur Bibliothek und den Medienbereichen markiert und sich durch einen Vorhang aus Bäumen leicht vom Straßenraum distanziert, dient der westliche Platz ausschließlich der Unterbringung von PKW-Stellplätzen.
Projekt:Privatgarten;Schwerin;2004;Das Entwurfskonzept für die Neugestaltung eines privaten Gartens in der Schweriner Innenstadt fasst zwei bestehende Garten- und Hofflächen zusammen und interpretiert die vorgefundenen Strukturen neu.
Ein Teil des Gartens wurde zu einer freien, mit Obstgehölzen besetzten Fläche zusammengefasst. Der angrenzende Hofbereich wurde mit einer weißen, von großen Topfpflanzen besetzten Oberfläche aus Kies neu interpretiert.
Durchgefärbte, mit Pflanzstreifen abwechselnde Betonstreifen im Randbereich schaffen die Verbindung zu weiteren Gartenteilen, die die ehemalige Beetstruktur aufnehmen und neu besetzen. Hier bildet eine Abfolge parallel zueinander stehender Wandscheiben aus durchgefärbtem scharfkantigen Sichtbeton eine Reihung einzelner Kompartiments mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten. Diese kontrastieren in ihren verschiedenen Oberflächen gegeneinander: die kontemplative Wasserfläche eines Teiches, ein Holzbelag im Bereich einer Sitzfläche, Naturstein im Spielbereich und eine Rindenmulchoberfläche im von Kletterrosen beschatteten Lesebereich. Ein gläsernes Dach fasst die Teile zusammen und dient gleichzeitig dem Blendschutz und der Regenwasserein-speisung in den Teich.
Der Vorbereich des Gartens wird durch einen Niveausprung markiert, der durch eine gefaltete Stahlplatte Überwunden wird. Als Oberfläche wurde, der regionalen Tradition entsprechend, Granitpflaster gewählt. Die Begrenzung des Gartens wird von einer strukturierten Ziegelmauer und diagonal versetzt aufeinander folgenden unbehandelten Stahlplatten gebildet. In Teilbereichen wurde die vorhandene Ziegelmauer erhalten und durch Kletterpflanzen besetzt, so dass sich im Verlauf des Jahres eine sich stetig verändernde Oberfläche ergibt.
Projekt:Werbeanlage;Schwerin;2004;Eingangsbereich einer Reproanstalt.
Hinterleuchteter Edelstahlrahmen, freitragend auf poliertem, schwarz eingefärbten Sichtbeton, geschliffen.
Projekt:Treppe;Schwerin;2002;Freitragende Holztreppe, Esche 45 mm mit verdeckter Stahleinlage als Träger.
Wettbewerb:Sanierung Altes Gymnasium;Schwarzenbek;2007;Das Gebäude liegt als klassisch moderner Solitär im Zentrum der Stadt in einem heiter-lichten Grünraum. Die naturräumliche Lage des Gymnasiums am Hang rückt ins Blickfeld. Die Gestaltung der Wege, Plätze und Grünflächen wird auf die Topographie abgestimmt.
Die Qualität der bestehenden Schule begründet sich in der Offenheit des Grundrisses, der Übersichtlichkeit der inneren Erschliessung einzelner Funktionsbereiche, in der Vernetzung von Innen- und Außenräumen und in der Klarheit von Materialität und Konstruktion.
1972 bis 1980 gebaut mit hohem gestalterischen Anspruch ist das Gebäude inzwischen „in die Jahre gekommen“. Der in allen Bereichen sichtbare Sanierungsstau erfordert neben einer haustechnischen Grunderneuerung und einer Anpassung an bestehendes Baurecht im Wesentlichen die Wiederbelebung des über die Jahre verloren gegangenen gestalterischen Grundkonzeptes.
Darüber hinaus schlug unsere Planung in enger Abstimmung mit den haustechnischen Planungen eine Reihe von Verbesserungen der Nachhaltigkeit des Gebäudes vor.
Ziel war es, mit wenigen gezielten Einzelmaßnahmen eine wesentliche Verbesserung der Nutzbarkeit (von Klassenräumen und Erschliessungsbereichen und von Pausen- und Aufenthaltsräumen) zu erzielen und die funktionalen und gestalterischen Qualitäten der Schule zu revitalisieren.
Im einzelnen ordneten wir die einzelnen Funktionsbereiche neu an, erhöhten die Übersichtlichkeit und damit der Orientierung, aktivierten die Innenhöfe und Errichteten einen neuen überdachten Innenhof.
Wettbewerb:Rudergesellschaft;Schwerin;2005;(Informationen in Bearbeitung)
Projekt:Dreifeldhalle Vilsbiburg;Vilsbiburg;2007;Geplant ist die Errichtung einer neuen Ballsporthalle in Vilsbiburg für den TSV, die Roten Raben, sowie den TSV Haarbach mit internationalen Anforderungen.
Der Vorentwurf zu diesem Neubau einer Dreifeldhall nutzt die dortige Hanglage in der Weise, dass die Besucher vom Niveau der Brückenstraße kommend die Halle erdgeschossig betreten können. Das Spielfeld selbst befindet sich eine Ebene tiefer und damit mit seiner Nord-Ost- Seite ebenfalls auf Geländeniveau.
Wettbewerb:Golfhotel Gut Kaden;Alveslohe Kreis-Segeberg;2007;Dieser Entwurf besticht durch sein tragfähiges und gut ausgearbeitetes Konzept. Die beiden lang gestreckten L-förmigen Baukörper gehen klar und fast spielerisch mit dem großen unterzubringenden Volumen um. Der durch die Baukörperanordnung beachtete Schallschutz trägt ebenfalls zur Qualität des Entwurfes bei. Das Konzept überzeugt in sofern, dass Grundrissflächen reduziert oder hinzugefügt werden können, ohne dass der Entwurf an Klarheit und Stärke verliert. Aus Sicht eines möglichen Hotelbetreibers bietet dieser Entwurf viele Vorzüge, so unter Anderem auch eine mögliche saisonalbedingte, vorübergehende Schließung einer der beiden Hoteltrakte, da diese unabhängig von einander betrieben werden können. Die Fassadenausbildung als Steinsockel mit einem Holzlamellenbaukörper darauf wird als eine Abstrahierung ehemaliger Wirtschaftsgebäude im ländliche Raum interpretiert. Die Architektursprache wird als ansprechend, klar und zeitlos gewürdigt.
Zimmer: 143
Betten: 286
Projekt:Faulück;;2006;
Wettbewerb:Platz der deutschen Einheit;Wiesbaden;2008;Der entwurfliche Leitgedanke ist geprägt von der Zielsetzung, die Gebäudetypologie, die Materialität und die städtebauliche Maßstäblichkeit des Baubestandes aufzunehmen und ihn zusammen mit dem Neubau zu einer klar ablesbaren, vierseitig geschlossenen Blockstruktur zu ergänzen.
Gleichzeitig werden die bestehenden Innenhöfe thematisiert. Sie bilden zusammen mit den beiden neuen, durch die Ergänzungsbauten entstehenden Höfe, ein differenziertes, sich dabei gleichzeitig überlagerndes innen- und außenräumliches Netzwerk von Freiräumen.
Projekt:Friedrichsthal;Schwerin Friedrichsthal;2008-2009;In Schwerin Friedrichsthal entstehen auf einem nur 9 m breiten,
70 m langen Grundstück insgesamt 3 Doppelhäuser.
Die Schallschutzwand zur Lärchenallee bildet gleichzeitig den östlichen Abschluss der Häuser und der Gärten. Die Häuser werden in Massivbauweise mit frei gestaltbaren Grundrissen errichtet.
Es entstehen je nach Wunsch des Eigentümers
3 - Raum - Lofthäuser bis klassische 6 - Raum Häuser.
Die Gebäude werden als Niedrigenergiehäuser mit Gesamtkosten von ca. 900 Euro pro m² BGF inkl. Grundstück verkauft.
Vermarktung:
{%VR Immobilien GmbH|http://www.vr-immo-schwerin.de%}
Wettbewerb:Dachreiter St. Petri;Lübeck;2008;Die Idee:
Die Proportionen des ehemaligen Dachreiters aufzunehmen ohne ihn historisch
nachzubilden - das Thema dieser Arbeit.
Ein städtebauliches Zeichen wird gesetzt an exakt der Stelle, an der es ursprünglich vorhanden war. Die gegenwärtige große, ungegliederte Dachfläche der Kirchenschiffes erhält seine Differenzierung in Auf- und Grundriß zurück.
Dabei ist es uns wichtig, ein Werk zu schaffen, das sich als Bauwerk definiert, d. h. als Architektur und Konstruktion, ebenso wie als Kunstwerk.
Die Faszination der Tensegrity-Konstruktion begründet sich in der Tatsache, dass die Druckstäbe sich nicht berühren. Sie werden vom ersten bis zum letzten Stab nur von Zugseilen gehalten. Ihnen scheint dadurch die Eigenschaft des Schwebens innezuwohnen. Ein kontinuierliches System von Zugelementen steht in Symbiose mit einem diskontinuierlichen Subsystem von Druckelementen. Das klassische Prinzip des „Stein auf Stein“ wird ersetzt durch eine von irdischen Kräften befreite scheinbare Schwerelosigkeit.
Erfinder dieser Konstruktion war der amerikanische Ingenieur-Architekt Buckminster Fuller. Er beschrieb die Konstruktion mit den Worten: Inseln der Verdichtung (Druck) in einem Meer von Weite (Zug).
Unser Dachreiter nimmt dabei den Bezug zu seinem historischen Vorgänger auf ohne ihn direkt abzubilden. Die (Druck)-Stäbe beschreiben in ihrem Grundriß ein Dreieck. Dieses windet sich von Stufe zu Stufe, d. h. gen Himmel und zeichnet dabei ein Achteck nach, das des ehemaligen Dachreiters.
In seinem Aufriß entstünde, würde man die Eckpunkte der Stäbe miteinander verbinden, ebenfalls die Kontur des ehemaligen Dachreiters. Dadurch, dass sich die Stäbe jedoch nicht berühren, entsteht dieses Bild imaginär, d. h. im Kopf des Betrachters.
Die Erscheinung bei Nacht:
Neben der städtebaulich-typologischen Wirkung der Konstruktion bei Tage ist der Dachreiter gerade auch für die Nachtsilhouette der Altstadt Lübecks von besonderer Bedeutung. Die Druckstäbe werden durch zwei Lichtquellen, die sich an ihren jeweiligen Enden befinden, in der Nacht angestrahlt. Das farbige Licht bildet dabei exakt und ausschließlich die Körper der Druckstäbe ab. Die Wirkung des Mystischen, der Imagination und des Schwebens wird dadurch noch verstärkt.
Im Kircheninnenraum werden über die Stahlrohre der Druckstäbe opake Glasfaserröhren gezogen. Im Zwischenraum zwischen Druckstab und Glasfaserröhre werden wirkungsoptimierte LED-Leuchten angebracht. Sie lassen die Konstruktion als selbstleuchtende Elemente in den Raum hineinschweben und können dadurch auch bei Nacht den Bezug zum Turm als Ganzes herstellen.
Projekt:Bad;Schwerin;2008;
Wettbewerb:Mensa;Greifswald;2008;Das städtebauliche Konzept:
Die Fortsetzung der Magistrale „Rudolf-Petershagen-Allee“ mit dem Berthold-Beitz-Platz als Ort der Mitte, des Zusammenkommens und Verteilens und die Verbindung zwischen Magistrale und Haupteingang Klinikum sind die für den Entwurf bestimmenden Parameter.
Die in den letzten Jahren errichteten Neubauten des Campus reihen sich perlenartig entlang der Rudolf-Petershagen-Allee als zentrale Erschließungsachse und nehmen dabei ihre Richtung auf. So übernimmt auch die neue Mensa zunächst die Parallelität zur Magistrale. Eine Achse teilt das Rechteck in zwei nahezu gleich große Baukörper und verweist so auf den Haupteingang des Klinikums.
Funktional trennt diese Achse den geschlossenen, dienenden Teil der Essensvorbereitung vom offenen, den Freiraum einbeziehenden Essensbereich.
Konstruktion und Fassaden:
Das funktionale Konzept der zwei Baukörper wird durch die unterschiedliche Ausbildung ihrer jeweiligen Konstruktion unterstützt. Der Baukörper der Essensvorbereitung ist in Massivbauweise, d. h. als Stahlbeton-konstruktion ausgebildet. Die nach außen und zum Essbereich gerichteten Oberflächen bestehen aus rot-braun gefärbtem glatten Sichtbeton. Das ca. 7,25 m hohe, dreieckeige Dach des Essbereiches wird dage-gen von offenen, frei stehenden, schlanken Stützenreihen aus Stahlbeton getragen. Die Dachscheibe ist als hochgedämmte Stahlkonstruktion (Stahlträger mit Trapezblech) mit leichter Walmausbildung konstru-iert, so daß die Randausbildung schlank und die Dachuntersicht als glatte, ebene Oberfläche erscheint.
Die Dachhaut besteht aussen aus einer Metallkonstruktion in Stehfalzausbildung, die Untersicht bilden großflächige Tafeln aus farbig (alu) beschichteten Kunststoff-Verbund-Tafeln (Dibond-Alu).
Die 3-fach-Verglasung der Fassade ist als klassische Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgebildet. Die Ostseite wird zum großen Teil von kristallinen Solarzellen ergänzt.
Als Bodenbelag im Speisesaal sind großformatige Natursteinplatten vorgesehen, die in den Aussenbereich zum Berthold-Beitz-Platz hineingreifen und somit einen übergangslosen Zugang vom Platz unterstützen.
Projekt:Wohnhäuser;Saudi Arabien;2008;
Projekt:Pelikanviertel;Hannover;2009;Städtebauliches Konzept:
Das Weiterbauen am städtebaulichen Grundgedanken einer offenen Blockbebauung entlang der Günther-Wagner-Allee ist das Thema der Arbeit. Vier von Sieben. Vier Adressen - Vier Häuser - Vier Höfe. Jedes der vier neuen Häuser erhält eine auf seiner städtebaulichen Lage und seinen funktionalen Besonderheiten begründeten eigene Identität: Vierfalt - Hufeisen - Residenz - Spitze.
Vier Häuser als Perlen einer Kette, die an der Podbielskistraße mit der freistehenden historischen Villa beginnt und im Norden am Neubau der VHV-Allgemeine Versicherungs-AG endet.
Die bestehenden Traufhöhen der Günther-Wagner-Allee werden aufgenommen und fortgeführt. Dabei wird die achtgeschossige Bauweise im Wesentlichen beibehalten. Drei der vier Neubauten erhalten im neunten und zehnten bzw. bei der „Residenz“ und dem „Hufeisen“ im achten und neunten Geschoß großflächig verglaste Penthäuser. Sie unterstreichen als sichtbares Zeichen, als Landmark, die Identität und die Zusammengehörigkeit der neuen Bebauung.
Projekt:Sport- und Kongresszentrum Lambrechtsgrund;Schwerin;2009;Mit der Sanierung, Modernisierung und dem Ausbau des Sportareals „Lambrechtsgrund“ hat die Landeshauptstadt ihren Olympiastützpunkt gesichert.
Am Standort der bestehenden, denkmalgeschützten Sport- und Kongreßhalle entsteht die größte und modernste Sportstätte des Landes.
Das zukünftige Sportzentrum besteht aus folgenden Einzelbauwerken:
-Sport- und Veranstaltungshalle mit 7.500 Zuschauerplätzen, separaten VIP- und Künstlerbereichen
-2-Feld-Halle für die Austragung internationaler Volleyballturniere einschl. 1.500 Zuschauerplätzen
-Boxerhalle
-Judohalle
-Kraft-, Gymnastik- und Trainingsräume
-Volleyballhalle
-Laufhalle
-Mehrzweckhalle
-Sportinternat für 113 Schüler einschl. Mensa, Musik- und Clubräumen
-Verwaltung
-Sportplatz mit Laufbahnen
-Freianlagen mit ca. 1.000 Besucherstellplätzen
Unser Büro entwickelt gemeinsam mit dem Bauherrn und den Betreibern ein identitätsstiftendes, modernes Sport- und Veranstaltungszentrum. Mit den Bauarbeiten wird im Herbst 2008 begonnen.
Die Bauwerke werden ca. zwei Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen.
Wettbewerb:Sporthalle;Sigmaringendorf;2009;Das städtebauliche Konzept:
Der Ort wird bestimmt durch die offene Bauweise eines in Größe und Ausrichtung divergierenden Wohn-quartiers. Der Neubau, der sich in seiner Dimension und Nutzung deutlich von seiner Umgebung unterscheidet wird als eigenständiger Baukörper eingebettet in das offene Feld inmitten der Wohnbauten. Er nimmt in seiner Ausrichtung Bezug zu den Gebäuden entlang der Laucherthaler Strasse. Sämtliche ihm zugeordneten Bereiche wie Vorplatz, PKW-Stellplätze oder die sportlichen Freianlagen reihen sich in die Ordnung des Hallenbaues ein und bilden so das neue Bezugssystem und Rückgrat im Quartier.
Konstruktion und Fassaden:
Das Gebäude wird im Sockelgeschoss in Massivbauweise errichtet, ab dem 1. OG bzw. ab Prallwandhöhe in Holzkonstruktion. Die Binder bestehen ebenfalls aus einer Holzleimkonstruktion. Die Wände im Obergeschoss bestehen aus hochgedämmten Holzverbundpaneelen und werden von rhythmisch bis zum Dachabschluß durchlaufenden Holzpfosten (Douglasie) getragen.
Der Stahlbetonrahmen des Eingangsbogens läuft weiter als Dachabschluß und bindet somit das Gebäude als Ganzes zusammen.
Der Eingangsbereich ist als zweigeschossige Pufferzone (Windfang) zwischen Innen und Außen errichtet. Er bildet ein in sich abgeschlossener, unbeheizter Raum und trägt wesentlich zur Reduzierung von Lüftungsverlusten einerseits und mit seiner Ausrichtung nach Südwesten an sonnigen Wintertagen zum Wärmegewinn andererseits, bei.
Erschließung und Funktion:
Das Gebäude ist gegliedert in zwei klar ablesbare Bereiche, in den eigentlichen, 7 m hohen Hallenraum, und den dienenden, zweigeschossigen Bereich der Nebenräume. Im Foyer werden der Sportlerbereich und der Zuschauerbereich klar voneinander getrennt. Während die Sportler durch eine zweite Tür zu den Dusch- und Umkleideräumen gelangen, erreichen die Zuschauer über eine offene Treppe das erste Obergeschoss. In diesem befinden sich die Sitz- und Stehplätze.
Wettbewerb:Sporthalle;Seeheim - Jugenheim;2009;Das städtebauliche Konzept:
Der Campus „Schuldorf Bergstraße“ ist geprägt von frei stehenden Einzelgebäuden, die durch ein zum Teil überdachtes, zum Teil freies Wegesystem räumlich und funktional miteinander verknüpft sind. Die neue Dreifeldhalle nimmt dieses Thema auf und besetzt den Platz im nordöstlichen Bereich des Grundstücks. Über eine große, ihm vorgelagerte Freifläche (Forum) verknüpft sich der Neubau mit dem Ankunftsbereich des ÖNPV, dem ruhenden PKW-Verkehr und dem Wegesystem des Schuldorfes.
Konstruktion und Fassaden:
Das Gebäude wird im Sockelgeschoss in Massivbauweise errichtet, ab dem 1. OG bzw. ab Prallwandhöhe in Holzkonstruktion. Die Wände im Obergeschoss bestehen aus hochgedämmten Holzverbundpaneelen und werden von rhythmisch bis zum Dachabschluß durchlaufenden Kanthölzern (sibirische Lärche) getragen. Außenseitig besteht das Sockelgeschoß ebenfalls aus einer hochgedämmten, hinterlüfteten Schalung aus einer sehr robusten sibirischen Lärche und den bis zum Dachrand durchlaufenden Kanthölzern. An den Längsseiten ist die Fassade im Obergeschoß verglast. Außenseitig davor laufen die Kanthölzer im gleichen Rhythmus wie an den Stirnseiten.
Erschließung und Funktion:
Das Gebäude stellt sich als sehr kompakter, teils ein-, teils zweigeschossiger Baukörper dar. Ihm vorgelagert ist zum Forumsplatz hin eine Brücke aus hochwertigem, hellem Sichtbeton. Diese dient dazu, den Zugang, das Sich-Öffnen des Neubaues von weitem sichtbar zu machen und den Zuschauer sowie den Nutzer des Mehrzweckraumes zu seinen Plätzen im Obergeschoss zu führen.
Die Brücke bindet sich ein in das Wegenetz bzw. den Vorplatz. Sie bietet im Erdgeschoß gleichzeitig dem Sportler einen überdachten Eingangsbereich, der auch zum Unterstellen der Fahrräder genutzt werden kann.
Die Tribünen sind zum Teil als feste Einbauten, zum Teil als variable, d. h. als ausziehbare Teleskoptribünen vorgesehen.
Wettbewerb:Freiheits- und Einheitsdenkmal;Berlin;2009;Präambel
Das „Nationaldenkmal“ währte gerade mal ein halbes Jahrhundert. Ein Freiheits- und Einheitsdenkmal an diesem historischen Ort muss sich den Fragen der Zeit stellen und Nachhaltigkeit gehört zu den zentralen Aufgaben unseres gesellschaftlichen Wirkens. So hat sich der Zeitfaktor auch als zentrales Element der zeitgenössischen Kunst heraus gebildet. Bäume sind gültige Metaphern in unserer Kultur für die Einheit von Mensch und Natur. Freiheit ist nur denkbar in einer Einheit von Mensch und Natur. Nicht um sonst stehen die Klimafragestellungen im Zentrum unserer gegenwärtigen gesellschaftlichen Überlegungen.
Konzept
Zwei große Bäume – zwei deutsche Eichen des Jahrgangs 1989 – stehen vor dem Ort, an dem einst das Kaiserdenkmal stand und markieren die Leerstelle, die von einem Wasserbecken insofern gestärkt wird, als dieses Bewegung von Licht und Himmel, Sonne und Wolken sichtbar werden lässt, wie auch in den Reflexionen der wachsenden Bäume und auch der Besucher dieses Ortes, die sich selbst gespiegelt sehen. Hier ist das Thema Fragment angesprochen. So werden auch die Kolonnaden in ihrer Funktion und Wirkung komprimiert und fragmentarisch in drei gleich großen Pfeilerhallen zitiert. Diese auf die ursprüngliche Kubatur abstrahierten Bauten können je nach Bedarf ganz oder teilweise geschlossen werden. Wir schlagen vor, im nördlichen Baukörper den geforderten „oberirdischen Ort der Information“ einzurichten, der durch Ausstellungen die Bedeutung der Einheitsfindung in Freiheit u. a. auch durch Orte wie Leipzig etc. abbilden kann.
Wirkung und Aussage
Die einstige Großform des dem Schlossportal gegenüberliegenden ehemaligen „Nationaldenkmals“ wird mit den Mitteln der Leerstellen und der Fragmentierung in die Gegenwart transformiert. So wird durch die zwei Eichen, die viele Jahrhunderte alt werden können und für unsere Nation metaphorisch sind (selbst unsere Münzen tragen das Eichenlaub), die Idee der Freiheit, die eine irrationale ist, für uns nur möglich in Einheit, die eine tätige Idee darstellt, und nur mit der uns hervorbringenden und umgebenden Natur. Die Bäume stehen für das lebendige, sich in stetem Wandel (Jahreszeiten mit und ohne Laub, langsames Wachstum, Lebensdauer) befindende Sein. Der Fragmentcharakter der Gesamtanlage steht für die Aufgabe, die Freiheit in Einheit immer wieder neu zu erarbeiten.
Projekt:Brücken - Buga 2009;Schwerin;2009;Im Jahre 2003 gewann unser Büro zusammen mit Breimann & Bruun, Hamburg, den Internationalen Architektenwettbewerb zur Bundesgartenschau Schwerin 2009.
Hierfür wurden neben dem Gesamtkonzept “ Garten des 21. Jahrhunderts“ und einer Zufahrtsbrücke für den Schwerlastverkehr auch drei Brücken für den Fuß- und Radverkehr entworfen.
Ein Trägerbalken aus weißem Sichtbeton bildet die Brüstung nach Norden. Die Gehfläche und die gegenüberliegende Brüstung bestehen aus einer lamellenartig ausgebildeten Stahlkonstruktion. Sie verbinden den bestehenden Barockgarten des Schweriner Schlosses mit der sogenannten „Schwimmenden Wiese“, dem Hauptthemenpark der Bundesgartenschau. Der Entwurf ist geprägt von der Idee des minimalen Eingriffs sowohl in die bestehende und denkmalgeschützte wie in die neu geschaffene Parkanlage.
Der Beton ist als selbstverdichtender Fließbeton in die stehende, absolut glatte Schalung gegossen. Das Einbringen erfolgte von unten nach oben, so dass Lufteinschlüsse vermieden werden konnten. Die Stahllamellen sind feuerverzinkt ausgebildet und als ein einziges, zusammenhängendes Bauteil vor Ort montiert worden. In die Gehfläche bündig eingelegt wurde ein Gitterrost, ebenfalls aus verzinktem Stahl sowie ein Belag auf Asphaltbasis.
Untergehängte, verdeckt montierte Leuchten lassen die Brücken in der Nacht als schwebende Plastiken erscheinen. Sie reflektieren die bewegte Wasseroberfläche auf die glatten Betonwände.
Projekt:Bürgerhauses mit Bibliothek;Berlin - Neuenhagen, 3.Preis;2009;STÄDTEBAU:
Das Grundstück befindet sich in einem überwiegend von offener Bauweise geprägtem inner-städtischem Bereich. Durch seine Lage unmittelbar vor bzw. hinter dem Bahnübergang ei-nerseits und direkt an die Hauptstrasse angrenzend, bzw. von ihr erschlossen, bekommt es zudem eine städtebaulich besondere Bedeutung, vergleichbar einer Tor- bzw. einer Ein- und Ausgangsgangssituation. Durch unseren Entwurf wird diese Position aufgenommen und ver-stärkt. Auf der südwestlichen Baulinie, die Flucht der nordwestlich angrenzenden Bebauung aufnehmend, entsteht in einer Art „Kopfsituation“ das Gebäude mit der öffentlichsten Nut-zung, der überwiegend zweigeschossige Bibliotheksbau. Um die Kopfsituation weiter zu un-terstreichen und gleichzeitig dem städtebaulichen Profil Rechnung zu tragen, wurde an der Süd-West-Ecke eine Dachterrasse ausgebildet, die als Lesegarten genutzt werden kann. An die Bibliothek bindet weiter östlich, in den bestehenden Grünraum eingebunden, die Vereins-räume, der Bürgersaal sowie das Restaurant an. Die Ausrichtung der Bibliothek aufneh-mend, staffeln sie sich sägezahnartig nach Nordost und schaffen so jeweils eigene Freibe-reiche bzw. Vorräume zwischen sich und dem öffentlichen Raum.
ERSCHLIESSUNG:
Klar voneinander getrennte, dadurch leicht ablesbare und für den Besucher bzw. Gast gute Orientierung ermöglichende unterschiedliche Nutzungsfunktionen prägen den Entwurf. So-wohl vom Parkplatz, wie von der Hauptstraße kommen erreicht man über einen kleinen Vor-hof das Foyer. Es verbindet als zentral gelegene Mitte, gelenkartig Bibliothek, Vereinsräume und Bürgersaal. Nur das Restaurant verfügt über eine getrennte Erschliessung und ist zur Versorgung der Vereinsräume und des Bürgersaales mit diesen im Inneren verbunden. Die Bibliothek kann aufgrund verschiedener Öffnungszeiten bzw. zur Vermeidung von Über-schneidungen bei parallelen Veranstaltungen, auch getrennt von den Vereinsräumen und dem Bürgersaal direkt von außen erschlossen werden. Alle Funktionsbereiche sind ebener-dig, d. h. behindertengerecht zugängig. In das erste Obergeschoß der Bibliothek gelangt man über einen Lift. Die Bowlingräume befinden sich im Untergeschoss des Restaurants. Sie können einerseits vom Gastraum über eine offene Freitreppe begangen werden, ande-rerseits sind sie zur Versorgung eine zweite Treppe unmittelbar mit der Küche verbunden. Ein zweiter Zugang (Nebeneingang) des Foyers und damit der Bibliothek, der Vereinsräume und des Bürgersaales erfolgt direkt vom Parkplatz.
FUNKTION:
Bibliothek:
Im Erdgeschoss der Bibliothek befindet sich der zentrale Marktplatz mit Ausleihe. Hier gren-zen die Bereiche Kinderwelt und Jugend an. Im Backoffice der Ausleihe mit direkter Anbin-dung zur Anlieferung ist die Möglichkeit der Buchpflege gegeben. Im Obergeschoß gelangt man zu den Sachmedien und zur Belletristik. Diese Ebene kann von einer Person betreut werden. An der Nordostseite liegen Archiv-, Magazin- und ein Büroraum.
Vereinsräume:
Die Vereinsräume sind wie ein Möbel in die Mitte der offenen Halle zwischen Bibliothek und Bürgersaal gestellt. Sie können von vier Seiten begangen werden. Ihre Belichtung und natür-liche Belüftung erfolgt über Oberlichtfenster. Die Anordnung ist so gewählt, dass eine Zu-sammenlegung einzelner Vereinsräume zu einer größeren Einheit möglich ist.
Bürgersaal:
Als dritte Nutzungseinheit grenzt der Bürgersaal mit Bühne unmittelbar an das Foyer. Er kann ebenfalls zu einer größeren Nutzungseinheit zusammengefasst werden. Belichtung und natürliche Belüftung ist wie bei den Vereinsräumen über Oberlichtfenster in der Dachfläche gegeben. Eine Bar im rückwärtigen Bereich des Saales bildet den Anschluß an die Küche des Restaurants.
Restaurant.
Der Gastronomiebereich gliedert sich in drei Teilbereiche: Im Erdgeschoß: Küche mit Ihren Nebenräumen und Gastraum. Im Untergeschoß: Bowlingbahn mit Bar und Nassräumen. Im Freien, nach Südost, schließt sich der im Raumprogramm geforderte Wintergarten an.
FREIANLAGEN:
Das im Westen bis an die Hauptstraße heran reichende Gebäude ermöglicht nach Süden hin die Gestaltung mehrerer kleiner „Sonnenwinkel“, die den Gebäudeteilen individuell zugeord-net werden.
Direkt am Haupteingang liegt das „Grüne Foyer“, das durch eine 1,35 m hohe Mauer und dachförmig wachsende Obstbäume vom Verkehr abgeschirmt wird. Auf der anderen Seite der Mauer können 50 Fahrräder abgestellt werden.
Ein zweiter Eingang führt – durch vier Fahnenmasten markiert – zum Restaurant. Hinter ei-nem kleinen Vorplatz – der gleichzeitig der Bühnenanlieferung dient - erreicht man das Re-staurant mit Winter- und „Biergarten“, der ebenfalls von Bäumen überdacht und durch eine Mauer zu den Parkplätzen hin geschützt ist. Diesem Sitzbereich ist in Sichtnähe ein Kinder-spielplatz unter Bäumen zugeordnet.
Ein dritter Eingang erschließt die Parkplätze im hinteren Grundstücksteil. Hier kann neben 70 Stellplätzen auch die erforderliche Anlieferung, Müllentsorgung und Feuerwehrumfahrt nach-gewiesen werden. Die verbleibenden 46 PKW- und 2 Bus-Stellplätze sollten unseres Erach-tens besser auf dem Parkplatz am Bahngelände und entlang der Ziegelstraße (17 Längs-parkplätze) als auf dem „Wohnhausgrundstück“ an der Fichtestraße errichtet werden.
Durch die sparsame Bauweise und Erschließung können Großbäume im grenznahen Be-reich erhalten werden; diese werden durch Neupflanzungen zu einem „grünen Mantel“ aus hochstämmigen Kiefern mit Fliederbüschen ergänzt. Wildobst und Maulbeerbäume erinnern an die ehemals kleingärtnerische Nutzung des Gebietes.
Ein Netz aus gepflasterten Wegen, Fahrspuren und kleinen Plätzen durchzieht das Gelände; wobei ein fußläufiges „Pflasterband“ sogar durch das Gebäude hindurch verläuft. Ein Raster aus überfahrbaren Bodenleuchten sowie weiterer Infrastruktur (Hydranten, Strom und Was-seranschlüsse) erleichtert die Orientierung bei Nacht. Das einheitliche, im Netzverband ver-legte hellgraue Granitkleinsteinpflaster mit „Ruhebereichen“ (Parken, Orientieren und Sitzen) in dunklem Natursteinsplitt gibt dem multifunktionalen Gelände weiteren gestalterischen Zu-sammenhalt.
Sämtliche Oberflächen können oberirdisch in Pflanz- und Splittflächen entwässert werden; durch Dränrohrverbindungen wird das versickerte Wasser auf dem Gelände verteilt, zwi-schengespeichert und schließlich den Pflanzflächen zugeführt.
Neuigkeit:2008-11-01 00:00:00;Dachreiter St. Petri - Hansestadt Lübeck;
Neuigkeit:2008-11-02 00:00:00;Mensa - Greifswald;
Neuigkeit:2008-10-30 00:00:00;Wohnhäuser - Saudi Arabien;
Neuigkeit:2009-01-12 00:00:00;Schöner Wohnen;
Neuigkeit:2009-02-17 00:00:00;Ethik und Ethnik - der architekt;
Neuigkeit:2009-02-18 00:00:00;Lübecker Nachrichten;
Neuigkeit:2009-02-19 00:00:00;Pelikanviertel - Hannover;
Neuigkeit:2009-03-30 00:00:00;Sportinternat Lambrechtsgrund - SVZ;
Neuigkeit:2009-04-01 00:00:00;Sporthalle Sigmaringendorf;
Neuigkeit:2009-04-01 00:00:00;Sporthalle Seeheim - Jugenheim;
Neuigkeit:2009-05-13 00:00:00;Wettbewerbe Freiheits- und Einheitsdenkmal;
Neuigkeit:2009-06-22 00:00:00;Richtfest Sportinternat;
Neuigkeit:2009-06-24 00:00:00;Plenarsaal Landesregierung;
Neuigkeit:2009-06-26 00:00:00;Entwurfsplanung Ballsporthalle;
Neuigkeit:2009-07-03 00:00:00;Tag der Architektur;
Neuigkeit:2009-07-17 00:00:00;Waisenhausgärten Schwerin;
Neuigkeit:2009-08-14 00:00:00;Schweriner baut in Namibia;
Neuigkeit:2009-09-09 00:00:00;Bauwelt 34.09;
Neuigkeit:2009-09-07 00:00:00;Bürgerhauses mit Bibliothek;
Neuigkeit:2009-09-23 00:00:00;BDA Mecklenburg - Vorpommern;
Neuigkeit:2009-10-17 00:00:00;NDR Mediathek - Schweriner Architekt in Namibia;Schweriner Architekt in Namibia
Neuigkeit:2010-01-15 00:00:00;FB Bauingenieurwesen und Kompetenzzentrum Bau M-V;
Neuigkeit:2010-02-17 00:00:00;Vortrag - Über die Geringschätzung des Architekten;
Neuigkeit:2010-03-09 00:00:00;Eröffnung der Dreifeldhalle in Schwerin;
Neuigkeit:2010-03-23 00:00:00;Polizeiliegenschaft Wismar;
Neuigkeit:2010-03-25 00:00:00;Brücken in Wilhelmsburg-Mitte, Hamburg;
Neuigkeit:2010-05-06 00:00:00;Anerkennung BDA Preis 2010, M-V;Auszug aus der Begründung des Preisgerichtes:
Die Turnhalle besetzt, trotz ihrer Größe, in angenehmer Weise den Ort. Die Streckmetallfassde mit ihrer wellenförmigen Ausformung zum Straßenraum erscheint als selbstverständliche, architektonische Antwort auf die städtebauliche Situation.
Das Gebäude zeigt an vielen Stellen wie Funktionalität und Gestaltung auch mit einfachen Mitteln und in hoher Qualität verbunden werden können.
Neuigkeit:2010-05-07 00:00:00;Einheitsgebäude im vornehmen Anzug;
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